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Das How-To für den perfekten Blogbeitrag

Du schreibst einen Blog? Sehr gut. Aber welche Überschriften überzeugen? Wie hält man die Aufmerksamkeit des Lesers?


Du schreibst einen Blog? Sehr gut, dass ist schon mal der erste Weg zu einem perfekten Blogartikel. Aber welche Überschriften überzeugen? Wie hält man die Aufmerksamkeit des Lesers? Und was für weitere Tricks gibt es? Dieser Artikel bietet dir das ultimative How-To für einen perfekten Blogbeitrag.

Eine kompakte Pre-Flight Checkliste findest du hier. Für die Erklärung der Liste klicke hier.

Inhalt:

Cornerstone-Artikel: Die Eckpunkte deines Blogs

Stell dir vor, dein Blog ist ein Puzzle. Welche Teile legst du zuerst hin? Genau, die Eckteile! Die Teile, auf denen das ganze Puzzle aufbaut. Cornerstone-Artikel sind die Eckteile deines Puzzles. Das sind die Beiträge, die deine Besucher zuerst lesen sollen und auf denen dein gesamter Blog aufbaut.

Die Artikel, die am wichtigsten aber auch am besten ausgearbeitet sind und zu vielen weiteren Artikeln mit Unterthemen verlinken. Eine kleine Website wird weniger Cornerstone-Artikel haben, während eine größere Website mehr davon braucht (Quelle).

Das heißt, wenn du einen Blog über einfacheres Abnehmen schreiben, könnte einer deiner Cornerstone-Artikel sich mit der Low-Carb Diät befassen. Die abgeleiteten Artikel könnten dann Themen behandeln wie zum Beispiel, welche sportliche Übungen, welche die Diät ergänzen, interessante Low-Carb-Rezepte und so weiter.

Themen für deine Cornerstone-Artikel

Egal wie groß oder klein deine Website ist, in allen Fällen solltest du über mindestens vier Cornerstone-Artikel verfügen. Je einer zielt auf eine Phase der Customer Journey ab:

  • Anziehen (Attract)
  • Konvertieren (Convert)
  • Abschließen (Close)
  • Begeistern (Delight)

Dazu musst du dir überlegen, welche Fragen sich dein Kunde in jeder Phase stellt.

Lass uns das einmal anhand eines Beispiels durchgehen: Nehmen wir an, du bist Berater und hilfst deinen Kunden, mit dem Besuch deiner Workshops selbstbewusster und durchsetzungsfähiger zu werden.

In der ersten Phase, in der es darum geht, potentielle Kunden anzuziehen, fragt sich ein Leser vielleicht, weshalb er seit Jahren bei der Beförderung übergangen wird. Um ihn in dieser Phase mit einem Blogeintrag anzuziehen, könntest du einen Cornerstone-Artikel darüber verfassen, warum du deine Firma gegründet hast – du warst damals in einer Vergleichbaren Lage. In den vertiefenden Artikeln besprichst du Probleme, die du beobachtet haben, und erklärst, für welche dieser Probleme du in deinem Training Lösungen bietest.

In der zweiten Phase, in der Interessenten in Kunden umgewandelt werden, fragt sich der Leser eventuell, ob ihm dein Workshop wirklich hilft, sein Problem zu lösen. Jetzt kannst du einen Cornerstone-Artikel zu einer deiner besten Erfolgsgeschichten verfassen.

In der Abschlussphase sind Fragen verbreitet wie “Was würde ich in Workshop X überhaupt lernen?”. Um den Kunden in dieser Phase effektiv zu erreichen, könntest du einen Cornerstone-Artikel zu deinen verschiedenen Workshops verfassen, mit Links zu Artikeln, die kleine Einblicke in deine Kurse bieten. So verminderst du das Risikoempfinden deines potentiellen Kunden.

Die vierte Phase zielt darauf ab, deinen Kunden langfristig zu begeistern und ihn zu einem Promoter deines Leistungen zu machen. Um das zu erreichen sollten deine Cornerstone-Artikel relevante Inhalte vertiefen. Diese könnest du auch gerne interaktiv gestalten.

In unserem Beispiel könntest du einen Cornerstone-Artikel darüber schreiben, wie man zu Hause sein Selbstbewusstsein trainiert. Im Zuge dessen frage deine Leser, welche zusätzlichen Workshops sie sich von dir wünschen. Deine weiterführenden Artikel würden sich dann zum Beispiel auf spezielle Übungen und deren Resultate fokussieren.

Cornerstone-Artikel sind also wichtig und essentiell um deine Expertise zu beweisen sowie deine Kunden in jeder Phase geschickt anzusprechen und abzuholen. Aber auch für die SEO-Optimierung ist ein Cornerstone-Artikel nicht unwichtig. Mehr dazu kansnt du hier erfahren.

Layout eines Blogs

Responsive Design

Stelle sicher, dass dein Blog ein sogenanntes Responsive Design hat. Damit wird dein Blog immer im korrekten Format angezeigt, egal welches Endgerät dein Leser verwendet. Mit einem Responsive Design werden deine Inhalte auf allen Mobilen Geräten korrekt wiedergegeben. Unsere Weblogs zeigen, dass etwa 69 Prozent der Besucher von Websites ein mobiles Endgerät (Smartphone) verwenden.

Schmale Spalten

Schreib deinen Artikel in einer relativ schmalen Spalte. Lass also links und rechts genügend Freiraum. Der Leerraum um deinen Text lässt diesen gut organisiert wirken und ist für das Auge des Betrachters ansprechend. Die Besucher deines Blogs lesen gerne weiter. 

Eine andere Studie zeigt, dass Paragraphen die aus maximal 3 Sätzen bestehen, sowie Sätze mit weniger als 25 Wörtern die Aufmerksamkeit der Leser am effektivsten aufrecht erhalten (Quelle).

Weiße Spalten Freilassen an einem HubSpot Beispiel
Weiße Spalten Freilassen an einem HubSpot Beispiel

Blog-Artikel präsentieren – Das Karteikartensystem

Mit dem Karteikartensystem kannst du die Übersichtsseite für deinen Blog gestalten. Hier siehst du ein Beispiel, wie so etwas aussehen kann. Das System zeigt deinen Lesern auf der Hauptseite deines Blogs die verschiedenen Artikel an. Stellvertretend für einen Artikel erscheint meistens das jeweilige Beitragsbild.

Zusätzlich sollte man einen kurzer Ausschnitt aus dem Artikel, den Autor, das Veröffentlichkeitsdatum und die Kategorie des Beitrages auf der Karteikarte sehen. Solltest du noch Platz haben, kannst du auch ein Miniaturbild vom Autor oder Buttons, über die man deinen Blogbeitrag auf sozialen Medien teilen kann hinzufügen. Oder du fügst einen “Read more”-Button ein. Die Faustregel ist: halte deine Karteikarten kurz aber informativ.

Das Karteikartensystem Beispiel
Das Karteikartensystem Beispiel

Leserlichkeit und barrierefreie Gestaltung

Stelle sicher, dass dein Blog eine Schriftart und Größe hat, die auf allen Geräten sichtbar und gut lesbar sein wird. Behalte im Kopf, dass nicht jeder einwandfrei sehen kann und wähle eine Schriftart, die größer ist als 12pt.

Mache deine Website barrierefrei. Dies geschieht in drei Schritten:

  • Implementierung des Selbstbestimmungsprinzips
    Lasse deine Leser selber wählen, welchen Farbkontrast, welche Schriftgröße oder welches Layout er haben möchte. Nur so können Leser mit speziellen Einstellungen wie einer sehr großen Schrift oder einem Hoch-Kontrast-Farbschema deinen Blog uneingeschränkt lesen.
  • Trage dem Zwei-Sinne-Prinzip Rechnung
    Häufiger sind Menschen bei zwei Sinnesorganen eingeschränkt. Sehr viel seltener nur bei einem. Also sollte dein Blog akustische Signale auch visuell darstellen können. Text sollte als Sprache sowie Sprache als Text wiedergegeben werden können. Achten auf eine korrekte Sprache und eine klare Struktur, damit Bildschirmlesegeräte deinen Text korrekt ausgeben können.
  • Universelles Design
    Mache dein Design Universell. Integrieren sie den Zugang für Menschen mit Einschränkungen in das Design deines Blogs. So müssen deine Leser nicht nach dem “deinen” Zugang suchen. Das wirkt einladend und schüchtert niemanden ein.

Sharing is Caring

Du solltest immer (!!) einen “Share”-Button in deinem Blogartikel haben. Du kannst natürlich auch mehrere Buttons für alle relevanten Sozialen Medien einbetten. Aber immer mehr Seiten verwenden einen Button, mit dem die Nutzer alle Sozialen Medien ansteuern können.

Sobald er den Button anklickt kann der Leser entscheiden, auf welchen Plattformen er deinen Beitrag teilen möchte. Sharing Buttons zu erstellen erfordert keine Spezialkenntnisse, die folgenden Seiten helfen dir dabei, deine eigenen Button zu kreieren:

  • AddThis
  • ShareThis
  • Sumo

Bevor du deinen eigenen Button erstellst, überlege dir, auf welchen Plattformen dein Leser den Artikel teilen können soll. Möglichkeiten sind:

  • LinkedIn
  • Facebook + Facebook Messenger
  • Whatsapp
  • Pinterest
  • Twitter
  • E-Mail
  • Instagram
  • Xing
  • Snapchat

Ich empfehle, die Auswahl der Medien an die Zielgruppe eines jeden Artikels anzupassen. Dafür kannst du deine eigenen Daten oder Erfahrungen nutzen. Oder du greifst auf Studien wie die von HubSpot zurück, die dir die meistgenutzten Medien nach demographischen Kriterien anzeigt.

Bei einer HubSpot-Studie aus 2016 wurde zum Beispiel herausgefunden, dass die zwei meistgenutzten Sozialen Medien Instagram und Facebook sind, allerdings 20-49 Jährige öfters Twitter als Instagram nutzen (Quelle 1; Quelle 2, Quelle 3)

Bitte beachte, dass die Betrachtung von Datenschutzregelungen kein Bestandteil dieses Arbeitsbuch ist. Für deine weitere Lektüre empfehlen wir folgende Quellen:

Aufbau eines Blog Artikels

Recherche

Recherchiere dein Thema, bevor du mit dem Schreiben eines Blog Artikels beginnst. Sammel viele Informationen über dein Thema und notiere interessante Quellen, auf die du im Beitrag verweisen kannst. Stelle sicher, dass du vertrauensvolle Quellen verwendest um somit dem Leser eine gewisse Garantie für die Richtigkeit deiner Informationen geben zu können.

Zusätzlich empfehle ich, Blogartikel von Unternehmen aus deiner Branche zu relevanten Thema zu lesen und auf folgende Dinge zu achten:

  • Welche Struktur und welchen Schreibstil benutzen die Anderen?
  • Welche Beitragsbilder und Überschriften verwenden sie?
  • Auf welchen Quellen basiert der Beitrag?

Beitragsbild

Um die Aufmerksamkeit potentieller Leser zu erregen nutzen viele Blogbeiträge ein Beitragsbild, das stellvertretend für deinen Blogartikel angezeigt wird. Und zwar auf der Übersichtsseite deines Blogs und wenn der Beitrag geteilt wird. Deshalb ist ein Beitragsbild äußerst sinnvoll. Wenn man sich in einer Bildkartei ein Beitragsbild sucht sollte man auf ein paar Dinge achten:

  • Wähle ein ein Foto, das zu deinem Thema passt, und zum Beispiel ein wenig abstrakt ist und so Aufmerksamkeit erregt.
  • Achte auf eine gute Qualität und auf das Format der Fotos. Für ein Beitragsbild brauchst du meist querformatige Fotos. Das Foto sollte einen Bildanker haben und nicht zu kleinteilig sein, damit es in jeder Größe wirkt. Stelle sicher, dass nichts verpixelt oder verzerrt wird, bevor du deinen Beitrag veröffentlichst.
  • Gestalte deine Beitragsbilder einheitlich. Überlegen dir ein Konzept. Wenn alle deiner Fotos eine poetische Stimmung haben, solltest du nicht zwischendurch Cartoons verwenden. Wenn du dich auf keine “Stimmung” oder einen bestimmten Stil festlegen wollen, kannst du Einheitlichkeit auch anders erreichen. Zum Beispiel durch ein Objekt oder eine Person die in jedem einzelnen Foto wieder auftaucht oder einen bestimmten Filter, den du manuell über jedes deiner Fotos drüberlegst.
  • Bleibe einzigartig. Wenn du selbst öfter Blogs liest, weißt du, was ich damit meine. Es gibt Bilder, die zu verschiedensten Themen immer und immer wieder erscheinen. Nach einer gewissen Zeit nehmen die Leser sie nicht mehr wahr.  Wenn du über ein Thema schreibst, worüber es bereits viele Artikel gibt, recherchiere und suche ein Foto, das aus der Masse heraussticht. Hier sind noch ein paar Beispiele von der Art von Fotos von denen du die Finger lassen solltest:  
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Typische und überbenutzte Stockfotos

Für kostenlose Stockfotos gibt es mittlerweile unzählige Websites im Internet. Hier ist eine kleine Liste, damit du direkt mit der Suche nach Bildern beginnen kannst.

  • pixabay.com
  • StockSnap.io
  • Unsplash.com
  • Pexels.com
  • Gratisography.com
  • Reshot.com

Achtung, wenn du Bilder aus dem Internet benutzt informiere dich vorher auf den jeweiligen Websites über rechtliche Hinweise (Urheberrecht). Viele der Seiten verlangen nicht, dass du den Fotografen erwähnst, aber das solltest du vorher sicherstellen (Quelle).

Inhaltsverzeichnis

Wenn du einen längeren Artikel schreiben ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieser mehrere Abschnitte und Themenbereiche hat. In dem Fall hilft dem Leser ein Inhaltsverzeichnis, von dem aus man direkt zu einem interessanten Abschnitt springen kann. Mit einem Verlinkten Inhaltsverzeichnis erscheinst du in den Suchergebnissen bei Google auch weiter oben. Google misst die Qualität des Inhalts unter anderem anhand eines Inhaltsverzeichnisses. Vergiss also nicht die aussagekräftigen Zwischenüberschriften für dein Inhaltsverzeichnis.

Struktur wählen

Überlege dir für jeden Artikel, wie du ihn aufbauen möchtest. Was willst du und welche Struktur wird dir helfen, dies in der effektivsten Art und Weise zu tun.

Die klassische Erzählstruktur

Die klassische Erzählstruktur besteht aus den Komponenten Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die Einleitung sollte möglichst kurz sein und auf den Punkt gebracht. Erläutere zum Beispiel, was das Problem ist, was der Leser damit zu tun hat und wodurch das Problem gelöst werden kann. Der Hauptteil zeigt eine Lösung des eingangs formulierten Problems. Wie kann es gelöst werden und auf welchen Wegen? Der Schluss beinhaltet dann beispielsweise eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte oder die eigene Meinung sowie eine Aufforderung an den Leser – eine Handlungsaufforderung (den sogenannten “Call to Action”).

Die Basisstruktur

Die Basisstruktur wird besonders häufig bei kurzen Texten verwendet. Ein interessanter Titel, ein überzeugendes Blog Design und eine simple Struktur in der man sich direkt zurecht findet soll Leser anziehen.

Die gestalterische Struktur

Die gestalterische Struktur ist mittlerweile die beliebteste Art, einen Blogbeitrag zu schreiben. Hier kombiniere viele Elemente, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln. Beginne mit einer gelungenen Überschrift. Schreibe dann einen kleinen Teaser zum Spannungsaufbau, eventuell eine überraschende Tatsache oder eine kontroverse Aussage.

Wenn möglich versuche Unterüberschriften, Bullet Points, Bilder und Videos einzubauen. Laut einer Studie sind Blogartikel am effektivsten wenn du den Fließtext alle 200  Wörter mit einem Bild unterbrichst.

Sollte dich keiner dieser Strukturen angesprochen haben, kannst du auch zwischen den folgenden wählen:

  • How-To
  • Liste
  • Bewertung/Review Post
  • Interviews
Beispiel einer gestalterischen Struktur
Beispiel einer gestalterischen Struktur

Call to Action

Einen Call to Action (CTA) am Ende jeder deiner Blogbeiträge zu haben ist absolut essentiell. Warum? Er ermöglicht dir, weiterhin mit deinen Lesern zu interagieren und im besten Fall einen Leser ein Stück weiter bei der Customer Journey zu begleiten. Solange, bis er zum Kunden wird.

Es gibt unzählige Arten von CTA’s. Du wirst hier eine kleine Liste von Beispielen finden, kannst aber auch deine eigenen, individuellen CTA verwenden, den du auf der Liste nicht wiedergefunden hast.

  • Anmelden/Kaufen eines Produkts/Services
  • Anmelden zum Newsletter
  • Anmelden für eine Benachrichtigung wenn ein neuer Blogeintrag hochgeladen wurde/ein neuer Blogeintrag zu dem Thema hochgeladen wurde
  • Anmelden zu einem Webinar zu dem Thema
  • Anmelden für ein kostenloses Erst-Gespräch
  • Herunterladen einer App
  • Anschauen eines Videos
  • Herunterladen eines zusätzlichen Dokuments

Quelle

Überschriften

Warum haben wir Überschriften? Überschriften sollen dem Leser nicht nur einen Überblick verschaffen, um was es in einem Text geht, sondern sollen auch dazu  motivieren, den Artikel überhaupt zu lesen.

Um eine effektive Überschrift zu kreieren solltest du diese 10 Dinge beachten und wissen, was sich in der Vergangenheit bewährt hat:

  • Verwende  wann immer möglich Zahlen als Bestandteil der Überschrift.
  • Nutze die 4 W’s: Wie, Warum, Was, Wann.
  • Verwende starke aber einfache Worte. (Beispiele: gratis, Mehrwert, niemals, bewährt)
  • Benutze emotionale Adjektive. (Beispiele:  brillant, erstklassig, mächtig, stark, unfassbar)
  • Stelle Fragen. Am besten kontroverse, lustige oder komische Fragen. (Beispiel: Sind wir uns einig, dass SAP das beste ERP-System auf dem Markt ist? )
  • Sei mutig.
  • Recherchiere die Überschriften deiner Konkurrenz.
  • Schaffe Dringlichkeiten. (Beispiel: Schnell! Schütze dich noch heute vor Computerviren)
  • Gib nicht alles vorweg.
  • Schreibe mehrere Überschriften und entscheide dich für die beste.      
Beispiel: Aufmerksamkeit des Lesers
Beispiel: Aufmerksamkeit des Lesers

Du siest: Überschriften und Aufzählungen unterstützen die Aufmerksamkeit des Lesers (Quelle 1; Quelle 2)

Schlechte Beispiele und was man aus ihnen lernen kann

Nachdem du nun einige Faustregeln kennen, die man beim Schreiben von Überschriften beachten sollte, lass uns einen Blick auf ein paar schlechte Beispiele werfen. Dies sind Beispiele aus vier Fehlerkategorien die am häufigsten vorkommen.

  • Zu kurze Überschriften
    Vermeide nicht aussagekräftige, zu kurze Überschriften wie zum Beispiel “Schrecklich!” Der Leser erhält so keine Information, worüber es in dem Artikel gehen könnte. Stattdessen versuche etwas in der Art von “Schreckliche Überschriften und was man aus ihnen lernen kann” zu schreiben.
  • Zu lange Überschriften
    “Sängerin verklagt Fast-Food Kette, nachdem sie angeblich in ein Stück Glas biss, während sie ihr Hähnchen-Sandwich aß, was laut eigenen Angaben ihre Stimme ruinierte” Diese Überschrift ist zu lang, der Leser braucht den Artikel gar nicht zu lesen, da alle Informationen bereits in der Überschrift gegeben sind. Versuche es mit einer kürzeren Version wie: “Sängerin verklagt Fast-Food Kette wegen Schaden an ihrer Stimme”
  • Unglaubwürdige oder Doppeldeutige Überschriften
    Wenn du schreibst: “Wie du in 10 Tagen 30 Kilo abnehmen können ohne Sport zu machen!” versprichst du etwas, was du aus medizinischer Sicht überhaupt nicht halten kannst. Sei realistisch und sprich deine Leser auf Augenhöhe an. Außerdem solltest du auf Doppeldeutigkeit, oftmals auch durch Zeichensatzfehler, vermeiden. Statt “Wir essen Opa!” schreibe lieber: “Wir essen, Opa!” Kommata retten Leben.
  • Zu manipulative Überschriften
    Versuche nicht, Besucher deines Blogs durch Manipulation zum Lesen dines Artikels zu bewegen. Das wäre bestenfalls nicht zielführend, nervt aber deinen potentiellen Kunden. Überschriften wie: “Lesen diesen Artikel jetzt sofort, wenn du heute noch überleben willst” solltest du daher vermeiden
    (Quelle).

Formeln und Beispiele

Natürlich muss man, um gute Überschriften zu schreiben, nicht sonderlich kreativ sein. Diese allgemeinen Formeln werden dir helfen eine passende und interessante Überschrift zu jedem Artikel zu finden:

  • Triggerwort + Adjektiv + Keyword + Versprechen

Beispiel: 50 unglaubliche Tricks, mit denen du dein Marketing-ROI verdoppelst

  • Nie wieder + [etwas Negatives, was dein Kunde erlebt]

Beispiel: Nie wieder schlaflose Nächte verbringen – 10 Tricks zum besser Einschlafen

  • Stellen dir vor [Problem ist kein Problem mehr]. Weil + [Wie dein Produkt/Service dieses Problem gelöst hat]

Beispiel: Stell dir vor du müsstest dir nie wieder frei nehmen für einen Arzttermin. Wir behandeln von 6-22 Uhr

  • “Zaubertrick Formel” (Verspreche deinem Kunden, ihm einen einfachen Trick zu zeigen mit dem er ein Alltagsproblem lösen kann)

Beispiel: Mit diesem einfachen Trick wird deine Homepage ein Knaller

  • “Pass auf” (Zeige deinen Kunden was schief gehen kann wenn du sie nicht engagierst)

Beispiel: 10 Fehler beim Schreiben eines Blog Artikels die sie vermeiden können 

Wenn dir immer noch die Inspiration für eine geeignete Überschrift fehlt, wähle einfach eine der folgenden Beispiele aus:

  • Wie du/Sie/man [leer] (Auch wenn [häufiger Einwand])
  • Wie du/Sie/man [leer] – Die ultimative Anleitung
  • Wie du/Sie/man [Gegner] besiegst
  • 101 [leer] für [Event/Sache/Prozess]
  • 37 [leer] für [Zielgruppe]
  • Die 10 besten [leer]
  • 7 Schritte, um [leer]
  • [Begehrte Handlung] wie [berühmte Person]: 21 Wege für [leer]
  • [Berühmte Person]’s 10 besten Tipps für [leer]
  • Was uns [berühmtes Beispiel] übers [leer] beibringen kann
  • Was ist [leer]?
  • Was ist neu im [leer]?
  • Können wir [Person/Unternehmen/Produkt] wirklich vertrauen?
  • Machst du diese 13 Fehler mit deinem [leer]?
  • Die Geheimnisse von [berühmte Gruppe] aufgedeckt
  • Die [Zahl] besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe
  • [Zahl] Entscheidungen, die ich heute bereue – und wie du sie vermeidest
  • [Zahl] Dinge, die [Tätigkeit/Hobby] mich über das [andere Tätigkeit/Beruf] gelehrt hat

Quelle 1; Quelle 2 

Länge eines Artikels

Ein Artikel darf ganz unterschiedlich lang werden. Die Länge eines Artikels ergibt sich auch aus deinen Zielen. Überlege dir also, was du mit deinem Blogartikel neben der Kundengewinnung erreichen willst.

Wenn du auf Google möglichst weit oben erscheinen willst, sollte ein Blogartikel über 2500 Wörter haben. Eine Studie hat herausgefunden, dass die Artikel, die auf Seite 1 von Google erscheinen im Schnitt um die 4000 Wörter haben. Das liegt daran, dass Google die Qualität der Texte zum unter anderem auch anhand deiner Länge beurteilt.

Wenn du auf sozialen Medien geteilt werden möchtest, sollte dein Artikel zwischen 600 und 1500 Wörter haben.

Wenn du möglichst viele Kommentare zu deinem Artikel bekommen willst, solltest du versuchen den Artikel kurz zu halten, bis ungefähr 275 Wörtern.

Probiere ruhig etwas herum, um die für dich beste Länge herauszufinden, und überwache die Wirkung all deiner Beiträge. Ermittel, welche Posts am effektivsten sind und finde die Textlänge, die am besten für deine Kunden funktioniert (Quelle 1; Quelle 2).

Ein paar letzte Tipps

Wenn du es bis hierhin geschafft hast, bist du gut darauf vorbereitet, deinen Blog zu starten. Trotzdem möchte Ich dir noch ein paar dringende Empfehlungen  mit auf den Weg geben, auch wenn du die meisten ohnehin intuitiv umsetzen wirst (Quelle).

Vermeide… Achte darauf,
Plagiate.

 

Verweise auf deine Quellen, als würdest du eine Doktorarbeit schreiben. Und kopiere nicht einfach Posts von anderen.

du selbst zu sein.

 

Verstelle dich dich nicht. Durch deinen persönlichen Stil lernt der Leser dich kennen und kann Sympathien aufbauen. Dadurch lasse den Leser wissen, dass ein Mensch hinter dem Blog steckt und keine Maschine.

Angst vor Neuem.
Dein Blog soll sich über die Zeit entwickeln. Lasse es zu und spiele mit den verschiedenen Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen.
auf Kommentare zu deinem Blog zu antworten.

 

Dies ist deine Chance, in Kontakt mit deinen Lesern zu treten, herauszufinden was du gerne liest und wo du Probleme hast. Du willst relevanten Content kreieren also was gibt es besseres als direkt mit potentiellen Kunden interagieren zu können?

negativ zu sein.

 

Schreibe keine Beschwerden oder gar Hasstiraden. Sei unterstützend, inspirativ und positiv.

deinen Artikel auf allen sozialen Medien zu teilen.

 

Egal wie genial dein Artikel ist – niemand wird ihn einfach so finden. Überlege dir ein gutes Konzept, wie du die Artikel deine Blogs über das Internet streuen kannst.

Grammatik und Rechtschreibfehler.

 

Lese dir deinen Artikel mehrmals durch bevor du ihn veröffentlichst, lasse ihn andere Leute durchlesen, um solche Fehler zu vermeiden. Übrigens, ein professioneller Lektor ist längst nicht so teuer, wie du es vielleicht befürchtest.

regelmäßig und häufig neue Artikel zu posten.

 

Schreibe ein paar Artikel im Vorraus und finde eine Post-Frequenz die für dich passt. Zum Beispiel könntest du jeden Dienstag  um 11:00 Uhr einen neuen Blog Post hochladen.

Quantität über Qualität zu setzen.

 

Du musst keine Mindestmenge abliefern. Wenn du nicht die Zeit hast, wirklich gute Artikel zu schreiben, die ausgezeichnet recherchiert sind, lasse es lieber! Es ist besser, weniger aber dafür gute Artikel zu haben als viele schlechte!

Links einzubauen.

 

Hast du eine tolle Website gefunden die dir bei irgendwas geholfen hat? Super! Verlinke diese und teile dein Wissen mit deinen Lesern.

Gute und Schlechte Beispiele

Um dein Verständnis eines guten Blogs zu vertiefen, schauen dir die folgenden Positiv- und Negativbeispiele an. Teilst du meine Einschätzung? Kannst du weitere positive/negative Aspekte finden, die nicht aufgeführt sind?

Kategorie: Blog Layout

Der perfekte Blogbeitrag - Gutes Beispiel 1
Der perfekte Blogbeitrag – Gutes Beispiel 1

HubSpot benutzt das Karteikarten System man kann auf einen Blick erkennen worum es in den Artikeln geht, wann sie veröffentlicht wurden und wer sie geschrieben hat. Die Beitragsbilder sind Eyecatcher und motivieren dazu, auf den Artikel zu klicken. So kann ein gutes Blog Layout aussehen.

Der perfekte Blogbeitrag - Schlechtes Beispiel 1
Der perfekte Blogbeitrag – Schlechtes Beispiel 1

Es handelt sich um einen Blog. Der Fokus sollte daher auf den Artikel liegen. Am dominantesten wirkt hier allerdings die Werbung. Die einzelnen Artikel werden schlecht präsentiert und es wird kein Beitragsbild angezeigt.

Kategorie: Artikel Layout

Der Perfekte Blogbeitrag - Gutes Beispiel 2
Der Perfekte Blogbeitrag – Gutes Beispiel 2

Auch wenn der Screenshot nur einen kleinen Teil zeigt, kann man erkennen, dass HubSpot aussagekräftige Unterüberschriften verwendet. Die Absätze sind kurz und bündig. Häufig kommt ein Bild und der Leser kann den Artikel jederzeit via Button auf sozialen Medien teilen.

Der perfekte Blogbeitrag - Schlechtes Beispiel 2
Der perfekte Blogbeitrag – Schlechtes Beispiel 2

Dieser Blogartikel hat viel zu enge Absätze und lässt die Leere auf der rechten Seite vermissen. Nur am Ende wird zum Teilen auf den Sozialen Medien aufgerufen, unter weiterer gesponsorter Werbung.

Kategorie: Beitragsbild

Der perfekte Blogbeitrag - Gutes Beispiel 3
Der perfekte Blogbeitrag – Gutes Beispiel 3

Wie man hier sehen kann verwendet Pat Flynn für alle seine Blogartikel die gleiche Art von Beitragsbildern. Überschriften sind deutlich erkennbar und er benutzt keine typischen Stockfotos. Die Qualität ist herausragend und jedes Beitragsbild hat etwas mit dem jeweiligem Artikel zu tun.

Der perfekte Blogbeitrag - Schlechtes Beispiel 3
Der perfekte Blogbeitrag – Schlechtes Beispiel 3

Auch wenn der Name des Autors hier zensiert wird: er wurde in weiß geschrieben. Man kann die Überschrift nur schlecht lesen. Das Hintergrundbild ist abgeschnitten und nicht deutlich erkennbar.

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