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E-Mail-Tracking: So steigerst du den Erfolg deiner E-Mails

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Im digitalen Marketing hat das E-Mail-Marketing seinen festen Platz, jedoch wird es oft etwas nachlässig behandelt. Dabei bieten E-Mails nach wie vor ein großes Potenzial im Marketing, denn täglich werden weltweit über 300 Milliarden E-Mails versendet.

Aber oftmals führen fehlende Auswertungen und daraus resultierende ungenaue oder rein intuitive Optimierungsprozesse zur Annahme, dass E-Mail-Marketing an Relevanz verliere. Das Gegenteil ist der Fall.

E-Mail-Marketing ist immer noch einer der wichtigsten Kanäle zum Kunden.

E-Mails stärken nicht nur die Kundenbindung, sondern bieten dir auch die Möglichkeit deine Kunden mit regelmäßigen Informationen in Form von Newslettern oder auch konkreten Angeboten zu versorgen.

Doch woher weißt du, ob deine E-Mails gelesen werden, deren Content konsumiert wird und ob deine Empfänger deinen Handlungsaufforderungen nachkommen? Hier kommen das E-Mail-Tracking und die anschließende Auswertung ins Spiel.

Denn nur wenn du auch entsprechende Daten hast, kannst du fundierte Entscheidungen hinsichtlich potenzieller Optimierungen treffen. Zudem kannst du so dein E-Mail-Marketing noch zielorientierter und relevanter für deine Empfänger ausrichten. 

Datenbasiert und relevant: Steigere den Erfolg deiner Mailings

Stell dir vor, du erstellst einen Newsletter, steckst eine Menge an Ressourcen hinein, versendest diesen und dann? Du weißt es nicht. Du kannst keine Aussage darüber treffen, wie und ob dein Newsletter erfolgreich war.

Mit Hilfe von E-Mail-Tracking lässt sich schnell feststellen, ob eine E-Mail-Kampagne erfolgreich war.

Zudem kannst du auch die Gründe für eine erfolglose Kampagne identifizieren. Dies könnte beispielsweise auf eine thematisch falsche Bespielung oder einen nicht zielgruppenorientierten Content zurückzuführen sein.

Mit den richtigen Auswertungsmethoden lassen sich E-Mail-Kampagnen, wie Newsletter oder Lead-Nurturing-Mailings gezielt und erfolgreich optimieren.

Was ist eine erfolgreiche E-Mail?

Selbstverständlich können E-Mails nur dann wirksam sein, wenn sie überhaupt von den Empfängern geöffnet werden. Nachrichten, die direkt im Spam-Ordner landen oder ungelesen gelöscht werden haben keinerlei Aussagekraft.

Bei der Erfolgsmessung von E-Mail-Kampagnen ist die Öffnungsrate eine wichtige Kennzahl. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen der Gesamtzahl der Empfänger und denjenigen, die die E-Mail mindestens einmal geöffnet haben.

Dabei ist eine Öffnungsrate von 20% über alle Branchen hinweg ein guter Wert. Denn er zeigt, dass sich deine Empfänger für dein Unternehmen und deine E-Mails interessieren.

Jedoch liefert die Öffnungsrate keine Aussage darüber, ob deine E-Mail tatsächlich gelesen wurde oder ob deine Empfänger auf CTAs oder andere Links geklickt haben.

Ob mit deinem E-Mail-Content interagiert wurde, verrät dir die Klickrate. Eine hohe Klickrate verrät dir, dass dein Content für deine Empfänger interessant ist und sie sich die Zeit nehmen, um an weitere Informationen zu gelangen.

Der Erfolg deiner E-Mails lässt sich also zunächst einmal über hohe Öffnungs- und Klickraten definieren.

Aber um für deinen Verteiler langfristig maßgeschneiderte und relevante Mailings zu erstellen, empfehlen wir von Taipan Consulting noch etwas tiefer zu gehen und weitere Möglichkeiten des E-Mail-Trackings zu nutzen.

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Wie funktioniert E-Mail-Tracking?

Verschiedene E-Mail-Marketing Systeme, wie beispielsweise Hubspot, Mailchimp oder CleverReach bieten unterschiedliche Funktionen zum Tracken deiner E-Mails. Von der technischen Umsetzung her funktioniert das Tracking-Prinzip bei allen Anbietern gleich.

Für die Nachverfolgung ist ein sogenanntes Tracking-Pixel zuständig. Dieses Pixel wird in die versendeten E-Mails integriert, ist aber für das menschliche Auge unsichtbar. Dabei weist dieses Pixel der Empfängeradresse eine einzigartige ID zu. Wird die E-Mail nun geöffnet lädt ein externer Server des E-Mail-Tools dieses Pixel und erfasst so Datum, Uhrzeit und auch den ungefähren Standort des Empfängers.

Definition: Tracking-Pixel

Das Tracking-Pixel, auch Zählpixel ist eine kleine Grafik in HTML-E-Mails oder auf Websites, die eine Logdatei-Aufzeichnung und eine Logdateianalyse ermöglichen. Dies wird für Auswertungen im Online-Marketing genutzt.

Diese Zählpixel sind eine 1×1 Pixel große Grafik, die für das Tracking von Userdaten genutzt wird. Aufgrund der winzigen Größe bleibt die Grafik für den User unsichtbar und hat auch keinerlei Auswirkungen auf beispielsweise die Ladezeiten.

Mit Hilfe des geladenen oder nicht geladenen Pixels, lässt sich überprüfen, ob ein User eine E-Mail geöffnet oder eine Website besucht hat oder nicht. Tracking-Pixel werden unter anderem eingesetzt in:

  • in der Webanalyse,
  • dem E-Mail-Tracking oder auch
  • beim Tracken von Social-Media-Aktivitäten.

Erfahre mehr über das Verhalten deiner Empfänger

Neben den bereits genannten Informationen zum Empfänger, kannst du mit Hilfe von Tracking-Pixeln noch einiges mehr erfahren. Denn, bei den Nachrichten mit Pixel führen alle enthaltenen Links vorab auf eine von der E-Mail-Software erzeugte eindeutige URL, bevor der Empfänger auf die eigentliche Ziel-Website geleitet wird. Dadurch lässt sich dann nicht nur die Klickrate deiner E-Mails bestimmen, sondern es ermöglicht dir auch die Interaktionen deiner Empfänger nachzuverfolgen und somit hilfreiche Daten zum Userverhalten zu sammeln.

So erhältst du mit E-Mail-Tracking wertvolle Informationen:

  • wie deine Empfänger mit deiner E-Mail interagieren,
  • welche Links sie klicken und
  • wie oft.

Kurz gesagt: was ihnen besonders gut gefällt und relevant für sie ist.

Mehr als nur die Öffnungsrate

Natürlich sind die Öffnungs- und Klickrate wichtige Kennzahlen für dein E-Mail-Marketing wichtig. Darüber hinaus ermöglicht dir das E-Mail-Tracking noch weitere wichtige Einblicke, die für die Ausrichtung deiner Kampagnen sinnvoll sind.

Du kannst dir z. B. mit Hilfe der Bouncerate anschauen, ob deine Mails bestimmten Empfängern nicht zugestellt werden konnten. Möglicherweise liegt der Grund für viele Bounce an falschen E-Mail-Adressen. Du kannst daraufhin entscheiden, ob du diese E-Mail-Adressen aus deinem Verteiler entfernst.

Oder du schaust dir die Abmeldungen aus deinem Verteiler an. Dann gilt es herauszufinden, warum das passiert ist – war vielleicht dein Content nicht passend oder wollten die Empfänger nur eine Rabattaktion mit der Anmeldung zum Newsletter wahrnehmen. Hier können die Gründe unterschiedlicher Natur sein.

Zudem kannst du dir anschauen welche E-Mails mehr als nur einmal geöffnet wurden. Oder welche Links von welchen Empfängern häufiger geklickt wurden. Anhand dessen findest du heraus, welche Themen besonders gut bei deiner Zielgruppe punkten.

Durch den Einsatz von E-Mail-Tracking stehen dir viele Möglichkeiten zur Optimierung deines E-Mail-Marketings zur Verfügung.

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Darum solltest du Tracken

Das E-Mail-Tracking liefert dir wertvolle Einblicke in den Umgang und die Interaktion deiner Empfänger mit deinen Nachrichten. Daraus kannst du konkrete Optimierungsmaßnahmen sowohl für die Erstellung und den Versand deiner Newsletter-Kampagnen oder Nurturing-Mails als auch für die Segmentierung deiner Zielgruppe ableiten.

Hohe Relevanz deiner Mailings

Durch das Tracking deiner E-Mails erfährst du genau, wofür sich deine Leser interessieren. Wie bereits erwähnt, kannst du sehen welche Links sehr häufig von deinen Lesern aufgerufen werden. Diese Information kannst du nutzen, um diesen Empfängern beispielsweise in einem Folge-Mailing weitere Informationen zu diesem Thema oder einem bestimmten Produkt zukommen zu lassen. Dadurch steigerst du die Relevanz deiner E-Mails enorm und überzeugst mit maßgeschneidertem Content für deine Leser.

Das Timing ist entscheidend

Beim E-Mail-Marketing ist der richtige Zeitpunkt für das Versenden von E-Mails und Einleiten weiterer Maßnahmen ein wesentlicher Faktor, um erfolgreich zu sein. Zum einen kannst du sehen und auch vergleichen, an welchen Wochentagen und zu welcher Uhrzeit deine Nachrichten gelesen werden und so den optimalen Versandzeitpunkt festlegen.

Zum anderen kannst du genau abpassen, wann du die Aufmerksamkeit deiner Leser hast und weißt, dass es sinnvoll ist nun weitere Marketing-Maßnahmen einzuleiten. Denn verschiedene E-Mail-Tracking-Tools verfügen auch über die Option der Echtzeit-Benachrichtigungen, d.h. dass du darüber informiert wirst, sobald ein Empfänger deine E-Mail öffnet oder auf einen Link klickt.

Zielgruppen-Segmentierung optimieren

Wie zuvor beschrieben, kannst du durch Betrachtung der Bouncerate deine Verteiler säubern und falsche oder inaktive E-Mail-Adressen löschen. Anhand des Klickverhaltens deiner Leser hast du zudem die Möglichkeit deine Verteiler weiter zu spezifizieren. Und dadurch deine Zielgruppe in noch genauere Segmente zu unterteilen. Das hat den Vorteil, dass du deine E-Mails noch passender ausrichten kannst und den entsprechenden Segmenten Themen ausspielst, die für diese Empfängergruppe relevant sind.

Zusätzlich kannst du die Inhalte deiner E-Mails auch der Phase innerhalb der Customer Journey anpassen, in der sich eine gewisse Empfängergruppe aktuell befindet. Da du diese durch die Daten zu ihrem Klick- und Surfverhalten zuordnen kannst.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Vorteile, bei denen dir das Nachverfolgen deiner E-Mails helfen kann, um den Erfolg deines E-Mail-Marketings zu steigern.

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Grenzen beim E-Mail-Tracking

Zwar bietet das E-Mail-Tracking viele Vorteile, um mehr über deine Interessenten, Leads und Kunden zu erfahren und so deine Maßnahmen zu optimieren, aber es gibt auch Grenzen. Denn unter bestimmten Bedingungen kann die Nachverfolgung von E-Mails nicht möglich sein.

Diese Bedingungen sind dann erfüllt, wenn der Empfänger in seinen Einstellungen das Anzeigen von Bildern blockiert hat. Dann ist das Herunterladen von externen Inhalten nicht möglich. Oder der Empfänger liest die E-Mails nur im reinen Textformat. Dann kann eine lückenlose Nachverfolgung nicht garantiert werden.

Analytics meets E-Mail-Tracking

Die verschiedenen E-Mail-Softwarelösungen, wie Hubspot, Klaviyo, Mailchimp und Co. bieten eine Reihe von Performance-Kennzahlen, um Newsletter-Kampagnen auszuwerten. Diese sind alle sinnvoll und hilfreich bei der Optimierung deines E-Mail-Marketings.

Zusätzlich empfiehlt es sich neben dem E-Mail-Tracking auch ein Analytics-Tool zu nutzen. Denn schließlich möchtest du ja auch wissen, wie sich deine Empfänger auf deiner Website bewegen. Vor allem, wenn sie mal nicht über den Klick in einem Newsletter bei dir landen.

Du möchtest deinen Business-Erfolg ausloten und wissen, wie viele deiner Empfänger tatsächlich Leads oder auch zu Kunden konvertieren. Mit einem Analytics-Tool, wie z. B. Google Analytics, Matomo oder ähnlichen kannst du genau analysieren, ob deine Empfänger auch abseits deiner E-Mail-Kampagnen auf deiner Website surfen. Mit diesen Informationen wiederum kannst du den Erfolg deiner E-Mail-Marketing-Maßnahmen noch weiter maximieren. Da du die zusätzlich generierten Daten für die Optimierung deiner E-Mail-Kampagnen nutzen kannst.

Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass deine User diesem Tracking auch DSGVO-konform zugestimmt haben. Für die Speicherung der Zustimmung ist ein Consent-Management-Tool unerlässlich.

Fazit

Um bei der Vielzahl an täglich versendeten E-Mails mit seinen Kampagnen erfolgreich zu sein, sich mit seinen Themen langfristig durchzusetzen und die Leser zu überzeugen, ist die Erfolgsmessung unabdingbar. Denn nur, wenn du weißt, wer deine Zielgruppe ist, wie ihr Userverhalten ist und welche Themen von Interesse sind, können deine Marketing-Maßnahmen greifen und du kannst Leads und Käufer generieren.

Beginne am besten mit den wichtigsten Kennzahlen für deine E-Mail-Performance und versuche hier die Werte zu erhöhen. Oder vorab die Gründe für mögliche schlechte Werte herauszufinden und diese dann anzugehen. Dann kannst du nach und nach tiefer in das E-Mail-Tracking einsteigen. Um deine Zielgruppe noch besser kennenzulernen und so langfristig deinen E-Mail-Erfolg maximieren.

 

Ursprünglich veröffentlich am 02.10.2020, aktualisiert am 12.02.2021