Der Perfekte Blogbeitrag

Sie führen einen Blog? Sehr gut, dass ist schon mal der erste Weg zu einem perfekten Blogartikel. Aber welche Überschriften überzeugen? Wie hält man die Aufmerksamkeit des Lesers? Und was für weitere Tricks gibt es? Dieser Artikel bietet Ihnen das ultimative How-To für einen perfekten Blogbeitrag.

Eine kompakte Pre-Flight Checkliste finden Sie hier. Für die Erklärung der Liste klicken Sie hier.

Cornerstone-Artikel –
Die Eckpunkte Ihres Blogs

Stellen Sie sich vor, Ihr Blog ist ein Puzzle. Welche Teile legen Sie zuerst hin? Genau, die Eckteile! Die Teile, auf denen das ganze Puzzle aufbaut. Cornerstone-Artikel sind die Eckteile Ihres Puzzles. Das sind die Beiträge, die Ihre Besucher zuerst lesen sollen und auf denen Ihr gesamter Blog aufbaut.

Die Artikel, die am wichtigsten aber auch am besten ausgearbeitet sind und zu vielen weiteren Artikeln mit Unterthemen verlinken. Eine kleine Website wird weniger Cornerstone-Artikel haben, während eine größere Website mehr davon braucht (Quelle).

Das heißt, wenn Sie einen Blog über einfacheres Abnehmen schreiben, könnte einer Ihrer Cornerstone-Artikel sich mit der Low-Carb Diät befassen. Die abgeleiteten Artikel könnten dann Themen behandeln wie zum Beispiel, welche sportliche Übungen, welche die Diät ergänzen, interessante Low-Carb-Rezepte und so weiter.

Themen für Ihre Cornerstone-Artikel

Egal wie groß oder klein Ihre Website ist, in allen Fällen sollten Sie über mindestens vier Cornerstone-Artikel verfügen. Je einer zielt auf eine Phase der Customer Journey ab:

  • Anziehen (Attract)
  • Konvertieren (Convert)
  • Abschließen (Close)
  • Begeistern (Delight)

Dazu müssen Sie sich überlegen, welche Fragen sich Ihr Kunde in jeder Phase stellt.

Lassen Sie uns das einmal anhand eines Beispiels durchgehen: Nehmen wir an, Sie sind Berater und helfen Ihren Kunden, mit dem Besuch Ihrer Workshops selbstbewusster und durchsetzungsfähiger zu werden.

In der ersten Phase, in der es darum geht, potentielle Kunden anzuziehen,  fragt sich ein Leser vielleicht, weshalb er seit Jahren bei der Beförderung übergangen wird. Um ihn in dieser Phase mit einem Blogeintrag anzuziehen, könnten Sie einen Cornerstone-Artikel darüber verfassen, warum Sie Ihre Firma gegründet haben – Sie waren damals in einer Vergleichbaren Lage. In den vertiefenden Artikeln besprechen Sie Probleme, die Sie beobachtet haben, und erklären, für welche dieser Probleme Sie in Ihrem Training Lösungen bieten.

In der zweiten Phase, in der der Interessenten in Kunden umgewandelt werden, fragt sich Ihr Leser eventuell, ob ihm Ihr Workshop wirklich hilft, sein Problem zu lösen. Jetzt können Sie einen Cornerstone-Artikel zu einer Ihrer besten Erfolgsgeschichten verfassen.

In der Abschlussphase sind Fragen verbreitet wie “Was würde ich in Workshop X überhaupt lernen?”. Um den Kunden in dieser Phase effektiv zu erreichen, könnten Sie einen Cornerstone-Artikel zu Ihren verschiedenen Workshops verfassen, mit Links zu Artikeln, die kleine Einblicke in Ihre Kurse bieten. So vermindern Sie das Risikoempfinden Ihres potentiellen Kunden.

Die vierte Phase zielt darauf ab, Ihren Kunden langfristig zu begeistern und ihn zu einem Promoter Ihrer Leistungen zu machen. Um das zu erreichen sollten Ihre Cornerstone-Artikel relevante Inhalte vertiefen. Diese können Sie auch gerne interaktiv gestalten.

In unserem Beispiel könnten Sie einen Cornerstone-Artikel darüber schreiben, wie man zu Hause sein Selbstbewusstsein trainiert. Im Zuge dessen fragen Sie Ihre Leser, welche zusätzlichen Workshops Sie sich von Ihnen wünschen. Ihre weiterführenden Artikel würden sich dann zum Beispiel auf spezielle Übungen und deren Resultate fokussieren.  

Cornerstone-Artikel sind also wichtig und essentiell um Ihre Expertise zu beweisen sowie Ihre Kunden in jeder Phase geschickt anzusprechen und abzuholen. Aber auch für die SEO-Optimierung ist ein Cornerstone-Artikel nicht unwichtig. Mehr dazu können Sie hier erfahren.

Layout eines Blogs

Responsive Design

Stellen Sie sicher, dass Ihr Blog ein sogenanntes Responsive Design hat. Damit wird Ihr Blog immer im korrekten Format angezeigt, egal welches Endgerät Ihr Leser verwendet. Mit einem Responsive Design werden Ihre Inhalte auf allen Mobilen Geräten korrekt wiedergegeben. Unsere Weblogs zeigen, dass etwa 69 Prozent der Besucher von Websites ein mobiles Endgerät (Smartphone) verwenden.

Schmale Spalten

Schreiben Sie Ihren Artikel in einer relativ schmalen Spalte. Lassen Sie also links und rechts genügend Freiraum. Der Leerraum um Ihren Text lässt diesen gut organisiert wirken und ist für das Auge des Betrachters ansprechend. Die Besucher Ihres Blogs lesen gerne weiter. 

Eine andere Studie zeigt, dass Paragraphen die aus maximal 3 Sätzen bestehen, sowie Sätze mit weniger als 25 Wörtern die Aufmerksamkeit der Leser am effektivsten aufrecht erhalten (Quelle).

Weiße Spalten Freilassen an einem HubSpot Beispiel
Weiße Spalten Freilassen an einem HubSpot Beispiel

Blog-Artikel präsentieren – Das Karteikartensystem

Mit dem Karteikartensystem können Sie die Übersichtsseite für Ihren Blog gestalten. Hier sehen Sie ein Beispiel, wie so etwas aussehen kann. Das System zeigt Ihren Lesern auf der Hauptseite Ihres Blogs die verschiedenen Artikel an. Stellvertretend für einen Artikel erscheint meistens das jeweilige Beitragsbild.

Zusätzlich sollte man einen kurzer Ausschnitt aus dem Artikel, den Autor, das Veröffentlichkeitsdatum und die Kategorie des Beitrages auf der Karteikarte sehen. Sollten Sie noch Platz haben, können Sie auch ein Miniaturbild vom Autor oder Buttons, über die man Ihren Blogbeitrag auf sozialen Medien teilen kann hinzufügen. Oder Sie fügen einen “Read more”-Button ein. Die Faustregel ist: halten Sie Ihre Karteikarten kurz aber informativ.

Das Karteikartensystem Beispiel
Das Karteikartensystem Beispiel

Leserlichkeit und barrierefreie Gestaltung

Stellen Sie sicher, dass Ihr Blog eine Schriftart und Größe hat, die auf allen Geräten sichtbar und gut lesbar sein wird. Behalten Sie im Kopf, dass nicht jeder einwandfrei sehen kann und wählen Sie eine Schriftart, die größer ist als 12pt.

Machen Sie Ihre Website barrierefrei. Dies geschieht in drei Schritten:

  • Implementierung des Selbstbestimmungsprinzips
    Lassen Sie Ihren Leser selber wählen, welchen Farbkontrast, welche Schriftgröße oder welches Layout er haben möchte. Nur so können Leser mit speziellen Einstellungen wie einer sehr großen Schrift oder einem Hoch-Kontrast-Farbschema Ihren Blog uneingeschränkt lesen.
  • Tragen Sie dem Zwei-Sinne-Prinzip Rechnung
    Häufiger sind Menschen bei zwei Sinnesorganen eingeschränkt. Sehr viel seltener nur bei einem. Also sollte Ihr Blog akustische Signale auch visuell darstellen können. Text sollten als Sprache sowie Sprache als Text wiedergegeben werden können. Achten Sie auf eine korrekte Sprache und eine klare Struktur, damit Bildschirmlesegeräte Ihren Text korrekt ausgeben können.
  • Universelles Design
    Machen Sie Ihr Design Universell. Integrieren sie den Zugang für Menschen mit Einschränkungen in das Design Ihres Blogs. So müssen Ihre Leser nicht nach dem “ihrem” Zugang suchen. Das wirkt einladend und schüchtert niemanden ein.

Sharing is Caring

Sie sollten immer (!!) einen “Share”-Button in Ihrem Blogartikel haben. Sie können natürlich auch mehrere Buttons für alle relevanten Sozialen Medien einbetten. Aber immer mehr Seiten verwenden einen Button, mit dem die Nutzer alle Sozialen Medien ansteuern können.

Sobald er den Button anklickt kann der Leser entscheiden, auf welchen Plattformen er Ihren Beitrag teilen möchte. Sharing Buttons zu erstellen erfordert keine Spezialkenntnisse, die folgenden Seiten helfen Ihnen dabei, Ihre eigenen Button zu kreieren:

  • AddThis
  • ShareThis
  • Sumo

Bevor Sie Ihren eigenen Button erstellen, überlegen Sie sich, auf welchen Plattformen Ihr Leser den Artikel teilen können soll. Möglichkeiten sind:

  • LinkedIn
  • Facebook + Facebook Messenger
  • Whatsapp
  • Pinterest
  • Twitter
  • E-Mail
  • Instagram
  • Xing
  • Snapchat

Ich empfehle, die Auswahl der Medien an die Zielgruppe eines jeden Artikels anzupassen. Dafür können Sie Ihre eigenen Daten oder Erfahrungen nutzen. Oder Sie greifen auf Studien wie die von HubSpot zurück, die Ihnen die meistgenutzten Medien nach demographischen Kriterien anzeigt.

Bei einer HubSpot-Studie aus 2016 wurde zum Beispiel herausgefunden, dass die zwei meistgenutzten Sozialen Medien Instagram und Facebook sind, allerdings 20-49 Jährige öfters Twitter als Instagram nutzen (Quelle 1; Quelle 2, Quelle 3)

Bitte beachten Sie, dass die Betrachtung von Datenschutzregelungen kein Bestandteil dieses Arbeitsbuch ist. Für Ihre weitere Lektüre empfehlen wir folgende Quellen:

Aufbau eines Blog Artikels

Recherche

Recherchieren Sie Ihr Thema, bevor Sie mit dem Schreiben eines Blog Artikels beginnen. Sammeln Sie viele Informationen über Ihr Thema und notieren Sie interessante Quellen, auf die Sie im Beitrag verweisen können. Stellen Sie sicher, dass Sie vertrauensvolle Quellen verwenden um somit dem Leser eine gewisse Garantie für die Richtigkeit Ihrer Informationen geben zu können.

Zusätzlich empfehle ich, Blogartikel von Unternehmen aus Ihrer Branche zu relevanten Thema zu lesen und auf folgende Dinge zu achten:

  • Welche Struktur und welchen Schreibstil benutzen die Anderen?
  • Welche Beitragsbilder und Überschriften verwenden sie?
  • Auf welchen Quellen basiert der Beitrag?

Beitragsbild

Um die Aufmerksamkeit potentieller Leser zu erregen nutzen viele Blogbeiträge ein Beitragsbild, das stellvertretend für Ihren Blogartikel angezeigt wird. Und zwar auf der Übersichtsseite Ihres Blogs und wenn der Beitrag geteilt wird. Deshalb ist ein Beitragsbild äußerst sinnvoll. Wenn man sich in einer Bildkartei ein Beitragsbild sucht sollte man auf ein paar Dinge achten:

  • Wählen Sie ein Foto, das zu Ihrem Thema passt, und zum Beispiel ein wenig abstrakt ist und so Aufmerksamkeit erregt.
  • Achten Sie auf eine gute Qualität und auf das Format der Fotos. Für ein Beitragsbild brauchen Sie meist querformatige Fotos. Das Foto sollte einen Bildanker haben und nicht zu kleinteilig sein, damit es in jeder Größe wirkt. Stellen Sie sicher, dass nichts verpixelt oder verzerrt wird, bevor Sie Ihren Beitrag veröffentlichen.
  • Gestalten Sie Ihre Beitragsbilder einheitlich. Überlegen Sie sich ein Konzept. Wenn alle Ihre Fotos eine poetische Stimmung haben, sollten Sie nicht zwischendurch Cartoons verwenden. Wenn Sie sich auf keine “Stimmung” oder einen bestimmten Stil festlegen wollen,  können Sie Einheitlichkeit auch anders erreichen. Zum Beispiel durch ein Objekt oder eine Person die in jedem einzelnen Foto wieder auftaucht oder einen bestimmten Filter, den Sie manuell über jedes Ihrer Fotos drüberlegen.
  • Bleiben Sie einzigartig. Wenn Sie selbst öfter Blogs lesen, wissen Sie, was ich damit meine. Es gibt Bilder, die zu verschiedensten Themen immer und immer wieder erscheinen. Nach einer gewissen Zeit nehmen die Leser sie nicht mehr wahr.  Wenn Sie über ein Thema schreiben, worüber es bereits viele Artikel gibt, recherchieren Sie und suchen Sie ein Foto, das aus der Masse heraussticht. Hier sind noch ein paar Beispiele von der Art von Fotos von denen Sie die Finger lassen sollten:  
Typische und überbenutzte Stockfotos
Typische und überbenutzte Stockfotos

Für kostenlose Stockfotos gibt es mittlerweile unzählige Websites im Internet. Hier ist eine kleine Liste, damit Sie direkt mit der Suche nach Bildern beginnen können.

  • pixabay.com
  • StockSnap.io
  • Unsplash.com
  • Pexels.com
  • Gratisography.com
  • Reshot.com

Achtung, wenn Sie Bilder aus dem Internet benutzen informieren Sie sich vorher auf den jeweiligen Websites über rechtliche Hinweise (Urheberrecht). Viele der Seiten verlangen nicht, dass Sie den Fotografen erwähnen, aber das sollten Sie vorher sicherstellen (Quelle).

Inhaltsverzeichnis

Wenn Sie einen längeren Artikel schreiben ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieser mehrere Abschnitte und Themenbereiche hat. In dem Fall hilft dem Leser ein Inhaltsverzeichnis, von dem aus man direkt zu einem interessanten Abschnitt springen kann. Mit einem Verlinkten Inhaltsverzeichnis  erscheinen Sie in den Suchergebnissen bei Google auch weiter oben. Google misst die Qualität des Inhalts unter anderem anhand eines Inhaltsverzeichnisses. Vergessen Sie also nicht die aussagekräftigen Zwischenüberschriften für Ihr Inhaltsverzeichnis.

Struktur wählen

Überlegen Sie sich für jeden Artikel, wie Sie ihn aufbauen möchten. Was wollen Sie rüberbringen und welche Struktur wird Ihnen helfen, dies in der effektivsten Art und Weise zu tun.

Die klassische Erzählstruktur

Die klassische Erzählstruktur besteht aus den Komponenten Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die Einleitung sollte möglichst kurz sein und auf den Punkt gebracht. Erläutern Sie zum Beispiel, was das Problem ist, was der Leser damit zu tun hat und wodurch das Problem gelöst werden kann. Der Hauptteil zeigt eine Lösung des eingangs formulierten Problems. Wie kann es gelöst werden und auf welchen Wegen? Der Schluss beinhaltet dann beispielsweise eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte oder die eigene Meinung sowie eine Aufforderung an den Leser – eine Handlungsaufforderung (den sogenannten “Call to Action”).

Die Basisstruktur

Die Basisstruktur wird besonders häufig bei kurzen Texten verwendet. Ein interessanter Titel, ein überzeugendes Blog Design und eine simple Struktur in der man sich direkt zurecht findet soll Leser anziehen.

Die gestalterische Struktur

Die gestalterische Struktur ist mittlerweile die beliebteste Art, einen Blogbeitrag zu schreiben. Hier kombinieren Sie viele Elemente, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln. Beginnen Sie mit einer gelungenen Überschrift. Schreiben Sie dann einen kleinen Teaser zum Spannungsaufbau, eventuell eine überraschende Tatsache oder eine kontroverse Aussage.

Wenn möglich versuchen Sie Unterüberschriften, Bullet Points, Bilder und Videos einzubauen. Laut einer Studie sind Blogartikel am effektivsten wenn Sie den Fließtext alle 200  Wörter mit einem Bild unterbrechen.

Sollte Sie keiner dieser Strukturen angesprochen haben, können Sie auch zwischen den folgenden wählen:

  • How-To
  • Liste
  • Bewertung/Review Post
  • Interviews
Beispiel einer gestalterischen Struktur
Beispiel einer gestalterischen Struktur

Call to Action

Einen Call to Action (CTA) am Ende jeder Ihrer Blogbeiträge zu haben ist absolut essentiell. Warum? Er ermöglicht Ihnen, weiterhin mit Ihren Lesern zu interagieren und im besten Fall einen Leser ein Stück weiter bei der Customer Journey zu begleiten. Solange, bis er zum Kunden wird.

Es gibt unzählige Arten von CTA’s Sie werden hier eine kleine Liste von Beispielen finden, können aber auch Ihren eigenen, individuellen CTA verwenden, den Sie auf der Liste nicht wiedergefunden haben.

  • Anmelden/Kaufen eines Produkts/Services
  • Anmelden zum Newsletter
  • Anmelden für eine Benachrichtigung wenn ein neuer Blogeintrag hochgeladen wurde/ein neuer Blogeintrag zu dem Thema hochgeladen wurde
  • Anmelden zu einem Webinar zu dem Thema
  • Anmelden für ein kostenloses Erst-Gespräch
  • Herunterladen einer App
  • Anschauen eines Videos
  • Herunterladen eines zusätzlichen Dokuments

Quelle

Überschriften

Warum haben wir Überschriften? Überschriften sollen dem Leser nicht nur einen Überblick verschaffen, um was es in einem Text geht, sondern sollen auch dazu  motivieren, den Artikel überhaupt zu lesen.

Um eine effektive Überschrift zu kreieren sollten Sie diese 10 Dinge beachten und wissen. was sich in der Vergangenheit bewährt hat:

  • Verwenden Sie wann immer möglich Zahlen als Bestandteil der Überschrift.
  • Nutzen Sie die 4 W’s: Wie, Warum, Was, Wann.
  • Verwenden Sie starke aber einfache Worte. (Beispiele: gratis, Mehrwert, niemals, bewährt)
  • Benutzen Sie emotionale Adjektive. (Beispiele:  brillant, erstklassig, mächtig, stark, unfassbar)
  • Stellen Sie Fragen. Am besten kontroverse, lustige oder komische Fragen. (Beispiel: Sind wir uns einig, dass SAP das beste ERP-System auf dem Markt ist? )
  • Seien Sie mutig.
  • Recherchieren Sie die Überschriften Ihrer Konkurrenz.
  • Schaffen Sie Dringlichkeiten. (Beispiel: Schnell! Schützen Sie sich noch heute vor Computerviren)
  • Geben Sie nicht alles vorweg.
  • Schreiben Sie mehrere Überschriften und entscheiden Sie sich für die beste.      
Beispiel: Aufmerksamkeit des Lesers
Beispiel: Aufmerksamkeit des Lesers

Sie sehen: Überschriften und Aufzählungen unterstützen die Aufmerksamkeit des Lesers (Quelle 1; Quelle 2)

Schlechte Beispiele und was man aus Ihnen lernen kann

Nachdem Sie nun einige Faustregeln kennen, die man beim Schreiben von Überschriften beachten sollte, lassen Sie uns einen Blick auf ein paar schlechte Beispiele werfen. Dies sind Beispiele aus vier Fehlerkategorien die am häufigsten vorkommen.

  • Zu kurze Überschriften
    Vermeiden Sie nicht aussagekräftige, zu kurze Überschriften wie zum Beispiel “Schrecklich!” Der Leser erhält so keine Information, worüber es in dem Artikel gehen könnte. Stattdessen versuchen Sie etwas in der Art von “Schreckliche Überschriften und was man aus Ihnen lernen kann” zu schreiben.
  • Zu lange Überschriften
    “Sängerin verklagt Fast-Food Kette, nachdem Sie angeblich in ein Stück Glas biss, während Sie Ihren Hähnchen-Sandwich aß, was laut eigenen Angaben Ihre Stimme ruinierte” Diese Überschrift ist zu lang, der Leser braucht den Artikel gar nicht zu lesen, da alle Informationen bereits in der Überschrift gegeben sind. Versuchen Sie es mit einer kürzeren Version wie: “Sängerin verklagt Fast-Food Kette wegen Schaden an Ihrer Stimme”
  • Unglaubwürdige oder Doppeldeutige Überschriften
    Wenn Sie schreiben: “Wie Sie in 10 Tagen 30 Kilo abnehmen können ohne Sport zu machen!” versprechen Sie etwas, was Sie aus medizinischer Sicht überhaupt nicht halten können. Seien Sie realistisch und sprechen Sie Ihre Leser auf Augenhöhe an. Außerdem sollten Sie Doppeldeutigkeit, oftmals auch durch Zeichensatzfehler, vermeiden. Statt “Wir essen Opa!” schreiben Sie lieber: “Wir essen, Opa!” Kommata retten Leben.
  • Zu manipulative Überschriften
    Versuchen Sie nicht, Besucher Ihres Blogs durch Manipulation  zum Lesen Ihres Artikels zu bewegen. Das wäre bestenfalls nicht zielführend, nervt aber Ihren potentiellen Kunden. Überschriften wie: “Lesen Sie diesen Artikel jetzt sofort, wenn Sie heute noch überleben wollen” sollten Sie daher vermeiden 
    (Quelle).

Formeln und Beispiele

Natürlich muss man, um gute Überschriften zu schreiben, nicht sonderlich kreativ sein. Diese allgemeinen Formeln werden Ihnen helfen eine passende und interessante Überschrift zu jedem Artikel zu finden:

  • Triggerwort + Adjektiv + Keyword + Versprechen

Beispiel: 50 unglaubliche Tricks, mit denen Sie Ihr Marketing-ROI verdoppeln

  • Nie wieder + [etwas Negatives, was Ihr Kunde erlebt]

Beispiel: Nie wieder schlaflose Nächte verbringen – 10 Tricks zum besser Einschlafen

  • Stellen Sie sich vor [Problem ist kein Problem mehr]. Weil + [Wie Ihr Produkt/Service dieses Problem gelöst hat]

Beispiel: Stellen Sie sich vor Sie müssten sich nie wieder frei nehmen für einen Arzttermin. Wir behandeln von 6-22 Uhr

  • “Zaubertrick Formel” (Versprechen Sie Ihrem Kunden, ihm einen einfachen Trick zu zeigen mit dem er ein Alltagsproblem lösen kann)

Beispiel: Mit diesem einfachen Trick wird Ihre Homepage ein Knaller

  • “Pass auf” (Zeigen Sie Ihren Kunden was schief gehen kann wenn sie Sie nicht engagieren)

Beispiel: 10 Fehler beim Schreiben eines Blog Artikels die sie vermeiden können 

Wenn Ihnen immer noch die Inspiration für eine geeignete Überschrift fehlt, wählen Sie einfach eine der folgenden Beispiele aus:

  • Wie du/Sie/man [leer] (Auch wenn [häufiger Einwand])
  • Wie du/Sie/man [leer] – Die ultimative Anleitung
  • Wie du/Sie/man [Gegner] besiegst
  • 101 [leer] für [Event/Sache/Prozess]
  • 37 [leer] für [Zielgruppe]
  • Die 10 besten [leer]
  • 7 Schritte, um [leer]
  • [Begehrte Handlung] wie [berühmte Person]: 21 Wege für [leer]
  • [Berühmte Person]’s 10 besten Tipps für [leer]
  • Was uns [berühmtes Beispiel] übers [leer] beibringen kann
  • Was ist [leer]?
  • Was ist neu im [leer]?
  • Können wir [Person/Unternehmen/Produkt] wirklich vertrauen?
  • Machst du diese 13 Fehler mit deinem [leer]?
  • Die Geheimnisse von [berühmte Gruppe] aufgedeckt
  • Die [Zahl] besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe
  • [Zahl] Entscheidungen, die ich heute bereue – und wie du sie vermeidest
  • [Zahl] Dinge, die [Tätigkeit/Hobby] mich über das [andere Tätigkeit/Beruf] gelehrt hat

Quelle 1; Quelle 2 

Länge eines Artikels

Ein Artikel darf ganz unterschiedlich lang werden. Die Länge eines Artikels ergibt sich auch aus Ihren Zielen. Überlegen Sie sich also, was Sie mit Ihrem Blogartikel neben der Kundengewinnung erreichen wollen.

Wenn Sie auf Google möglichst weit oben erscheinen wollen, sollte ein Blogartikel über 2500 Wörter haben. Eine Studie hat herausgefunden, dass die Artikel, die auf Seite 1 von Google erscheinen im Schnitt um die 4000 Wörter haben. Das liegt daran, dass Google die Qualität der Texte zum unter anderem auch anhand Ihrer Länge beurteilt.

Wenn Sie auf sozialen Medien geteilt werden möchten, sollte Ihr Artikel zwischen 600 und 1500 Wörter haben.

Wenn Sie möglichst viele Kommentare zu Ihrem Artikel bekommen wollen, sollten Sie versuchen den Artikel kurz zu halten, bis ungefähr 275 Wörtern.

Probieren Sie ruhig etwas herum, um die für Sie beste Länge herauszufinden, und überwachen Sie die Wirkung aIl Ihrer Beiträge. Ermitteln Sie, welche Posts am effektivsten sind und finden Sie die Textlänge, die am besten für Ihre Kunden funktioniert (Quelle 1; Quelle 2).

Ein paar letzte Tipps

Wenn Sie es bis hierhin geschafft haben, sind Sie gut darauf vorbereitet,  Ihren Blog zu starten. Trotzdem möchte Ich Ihnen noch ein paar dringende Empfehlungen  mit auf den Weg geben, auch wenn Sie die meisten ohnehin intuitiv umsetzen werden (Quelle).

Vermeiden Sie… Achten Sie darauf,
Plagiate.

 

Verweisen Sie auf Ihre Quellen, als würden Sie eine Doktorarbeit schreiben. Und kopieren Sie nicht einfach Posts von anderen.

Sie selber zu sein.

 

Verstellen Sie sich nicht. Durch Ihren persönlichen Stil lernt der Leser Sie kennen und kann Sympathien aufbauen. Dadurch lassen Sie den Leser wissen, dass ein Mensch hinter dem Blog steckt und keine Maschine.

Angst vor Neuem.
Ihr Blog soll sich über die Zeit entwickeln. Lassen Sie es zu und spielen Sie mit den verschiedenen Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen.
auf Kommentare zu Ihrem Blog zu antworten.

 

Dies ist Ihre Chance, in Kontakt mit Ihren Lesern zu treten, herauszufinden was Sie gerne lesen und wo Sie Probleme haben. Sie wollen relevanten Content kreieren also was gibt es besseres als direkt mit potentiellen Kunden interagieren zu können?

negativ zu sein.

 

Schreiben Sie keine Beschwerden oder gar Hasstiraden. Seien Sie unterstützend, inspirativ und positiv.

Ihren Artikel auf allen sozialen Medien zu teilen.

 

Egal wie genial Ihr Artikel ist – niemand wird Ihn einfach so finden. Überlegen Sie sich ein gutes Konzept, wie Sie die  Artikel Ihres Blogs über das Internet streuen können.

Grammatik und Rechtschreibfehler.

 

Lesen Sie sich Ihren Artikel mehrmals durch bevor Sie ihn veröffentlichen, lassen Sie ihn andere Leute durchlesen, um solche Fehler zu vermeiden. Übrigens, ein professioneller Lektor ist längst nicht so teuer, wie Sie vielleicht befürchten.

regelmäßig und häufig neue Artikel zu posten.

 

Schreiben Sie ein paar Artikel im Vorraus und finden Sie eine Post-Frequenz die für Sie passt. Zum Beispiel könnten Sie jeden Dienstag  um 11:00 Uhr einen neuen Blog Post hochladen.

Quantität über Qualität zu setzen.

 

Sie müssen keine Mindestmenge abliefern. Wenn Sie nicht die Zeit haben, wirklich gute Artikel zu schreiben, die ausgezeichnet recherchiert sind, lassen Sie es lieber! Es ist besser, weniger aber dafür gute Artikel zu haben als viele schlechte!

Links einzubauen.

 

Haben Sie eine tolle Website gefunden die Ihnen bei irgendwas geholfen hat? Super! Verlinken Sie diese und teilen Sie Ihr Wissen mit Ihren Lesern.

Gute und Schlechte Beispiele

Um Ihr Verständnis eines guten Blogs zu vertiefen, schauen Sie sich die folgenden Positiv- und Negativbeispiele an. Teilen Sie meine Einschätzung? Können Sie weitere positive/negative Aspekte finden, die nicht aufgeführt sind?

Kategorie: Blog Layout

Der perfekte Blogbeitrag - Gutes Beispiel 1
Der perfekte Blogbeitrag – Gutes Beispiel 1

HubSpot benutzt das Karteikarten System man kann auf einen Blick erkennen worum es in den Artikeln geht, wann Sie veröffentlicht wurden und wer Sie geschrieben hat. Die Beitragsbilder sind Eyecatcher und motivieren dazu, auf den Artikel zu klicken. So kann ein gutes Blog Layout aussehen.

Der perfekte Blogbeitrag - Schlechtes Beispiel 1
Der perfekte Blogbeitrag – Schlechtes Beispiel 1

Es handelt sich um einen Blog. Der Fokus sollte daher auf den Artikel liegen. Am dominantesten wirkt hier allerdings die Werbung. Die einzelnen Artikel werden schlecht präsentiert und es wird kein Beitragsbild angezeigt.

Kategorie: Artikel Layout

Der Perfekte Blogbeitrag - Gutes Beispiel 2
Der Perfekte Blogbeitrag – Gutes Beispiel 2

Auch wenn der Screenshot nur einen kleinen Teil zeigt, kann man erkennen, dass HubSpot aussagekräftige Unterüberschriften verwendet. Die Absätze sind kurz und bündig. Häufig kommt ein Bild und der Leser kann den Artikel jederzeit via Button auf sozialen Medien teilen.

Der perfekte Blogbeitrag - Schlechtes Beispiel 2
Der perfekte Blogbeitrag – Schlechtes Beispiel 2

Dieser Blogartikel hat viel zu enge Absätze und lässt die Leere auf der rechten Seite vermissen. Nur am Ende wird zum Teilen auf den Sozialen Medien aufgerufen, unter weiterer gesponsorter Werbung.

Kategorie: Beitragsbild

Der perfekte Blogbeitrag - Gutes Beispiel 3
Der perfekte Blogbeitrag – Gutes Beispiel 3

Wie man hier sehen kann verwendet Pat Flynn für alle seine Blogartikel die gleiche Art von Beitragsbildern. Überschriften sind deutlich erkennbar und er benutzt keine typischen Stockfotos. Die Qualität ist herausragend und jedes Beitragsbild hat etwas mit dem jeweiligem Artikel zu tun.

Der perfekte Blogbeitrag - Schlechtes Beispiel 3
Der perfekte Blogbeitrag – Schlechtes Beispiel 3

Auch wenn der Name des Autors hier zensiert wird: er wurde in weiß geschrieben. Man kann die Überschrift nur schlecht lesen. Das Hintergrundbild ist abgeschnitten und nicht deutlich erkennbar.