Inbound Marketing Training – Grundlagen und Schulungen

Ideen übersichtlich aufzubewahren wird für die meisten Unternehmer und Privatpersonen immer wichtiger. Die Businesswelt hat den Bedarf daran längst erkannt. Darum kursieren einige Softwarelösungen – davon einige webbasiert – auf dem Markt. Sie fragen sich, welche am besten zu Ihnen passt? Kein Problem! Wir haben für Sie eine Liste erstellt mit den 10 Top-Tools, um Ideen zu sammeln.

1. Evernote

Weiterlesen

Affiliate

Der englische Begriff Affiliate steht für „Partner“ oder auch „Tochtergesellschaft“. Das trifft die Aufgabe eines Affiliate auch ziemlich gut. Ein Affiliate ist die moderne Form eines Absatzhelfers (=Vertriebspartner), der hilft, Geschäfte anzubahnen. Das tut er, in dem er üblicherweise auf seiner eigenen (web)Seite (Blog/Instagram/Facebook) die Produkte eines Affiliate-Unternehmens (= Händler) beschreibt und auf das Produkt verlinkt. In dem Link (z.Bsp: www.diplomatic-council.org/#service) ist seine Kennnummer (ID) eincodiert, so dass das Affiliate-Unternehmen weiß, wem die Empfehlung zuzuordnen ist. Der Vertriebspartner erhält für seine Tätigkeit eine Provision. Die Abrechnung der Provision ist eine potentiell sehr aufwändige Aufgabe, die eine sorgfältige Einbindung der Affiliate-Tätigkeit in die Marketingplanung und in das Controlling voraussetzt. Affiliate-Abrechnungssysteme müssen eng in die MarTech-Infrastruktur des Unternehmens integriert sein.

Agile Marketing

Agile Marketing ist ein Planungsansatz, mit dem Unternehmen ihre Strategieplanungs- und Umsetzungsprozesse erheblich beschleunigen können. Der übliche Ablauf von Planung -> Umsetzung -> Überprüfung wird durch kurze „Sprints“ ersetzt. Strategieüberlegungen werden konsequent an Kundenwünschen ausgerichtet, in dem sehr frühzeitig, schon auf der Basis von minimal definierten Prototypen Kunden befragt werden. Auf der Basis der Befragungen werden Produkte weiterentwickelt („Product-Design-Sprints“) oder angepasst („Pivot“). Die Grundlagen wurden von Eric Ries in seinem Buch „The Lean Startup“ gelegt. Eric Ries hat untersucht, wie Startups, insbesondere im Silicon Valley, vorgehen, um sich superschnell an den Markt anpassen zu können. Die MarTech-Infrastruktur muss die dafür notwendigen Daten zur Analyse liefern und in der Lage sein, Änderungen schnell umsetzen zu können.

Augmented Reality (z.B. Google Glasses)

Unter der computergestützten Erweiterung der Realität versteht man die Möglichkeiten, die Wahrnehmung des Menschen um computergenerierte Informationen zu ergänzen. Das prominenteste Beispiel ist mit Sicherheit das „Google Glass“. In den Medien wurde Google Glass schnell sehr kritisch dargestellt. Aber Beispiele aus der Praxis zeigen den Nutzen in Bereichen, wie Medizin (Patienteninfos) oder Technik (Wartungshandbücher). Die wichtigste Zeit von Augmented Reality Produkten kommt noch. Im privaten Umfeld gibt es das schöne Beispiel der App „Sky Guide“, die mir den Sternenhimmel erklärt, den ich mit meinem iPhone gerade betrachte. Und in manchen Autos ist das „Heads-up-Display“, mit dem Daten auf die Windschutzscheibe projiziert werden, auch bereits Realität.

Big Data

Big Data ist ein derzeit sehr populärer Begriff der die Verfügbarkeit der riesigen Anzahl von strukturierten und unstrukturierten Daten beschreibt. Die Tatsache, dass Unmengen von Daten gleichzeitig erfasst werden ist an sich nichts Neues. Aber die technischen Möglichkeiten diese Daten erstmals in eine vernünftige Relation zu einander zu bringen ist gerade dadurch spannend geworden, dass heutzutage Tools zur Verfügung stehen, die auch von Marketing-Profis eingesetzt werden können. Ein gutes Beispiel ist Tableau. Mit Big Data Tools sind Analysen möglich, die auch „exotische“ Datenquellen zueinander in Relation setzen. Große Versandhäuser experimentieren mit Aussagen zur Korrelation von Wetterdaten, TV-Programm und Umsatzdaten von einzelnen Produktgruppen. Das Thema „Big Data“ zeigt, wie viel technische Sachkompetenz ein Marketingprofi heutzutage für die erfolgreiche Arbeit benötigt. Leseempfehlung: „Big Data im Marketing„, Dr. Schwarz.

Cloud Computing

Unter Cloud Computing wird derzeit meistens die Summe aller Möglichkeiten aus Datenspeicherung und -Verarbeitung verstanden, die auf Serviersystemen stattfinden, die nicht exklusiv mit dynamisch angepasster Kapazität im Internet angemietet wird. Dabei findet die Speicherung und Verarbeitung so transparent statt, dass der Benutzer keinen Unterschied zwischen den Kapazitäten am eigenen Rechner (z.B. „C“-Festplatte) oder der Speicherung im Internet empfindet. Da sich die angemietete Kapazität auf dem internetbasierten Server nicht im physisch abgegrenzten Bereich des Unternehmens (oder Landes) befindet, sind besondere Aspekte beim Datenschutz zu beachten. MarTech Verantwortliche arbeiten in einem Spannungsbogen zwischen den verfügbaren, attraktiven Applikationen (z.B. SlackWunderlist oder Dropbox) und Serviceangeboten in der Cloud auf der einen Seite, sowie Cybersecurity Aspekten (Aktuelles Beispiel auf spiegel.de: FDP-Politiker macht Cyber-Attacke auf seinen Mail-Account öffentlich) auf der anderen Seite. Cloud Computing Unternehmen sind derzeit attraktive Targets für M&A Projekte Bsp. Microsoft will 6Wunderkinder schlucken.

Content Marketing

Einfach gesagt, die Bereitstellung von relevantem und attraktivem Content “da draußen” im Web, sei es auf der eigenen Webseite, einem Blog oder als Editorial führt dazu, dass dieser Content sein Zielpublikum da findet, wo es online seine Zeit verbringt. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit verbringen potenzielle Kunden ihre Zeit nicht auf der eigenen Webseite sondern ganz woanders. Studien zeigen, dass von den 6-10 Stunden, die Benutzer täglich online sind, die meiste Zeit in Social Networks verbracht wird und auf einer Handvoll Seiten, die spezielle Interessen bedienen. Deshalb ist Marketing, das die engen Grenzen der eigenen Webseite verlässt, ein Muss. Das ist letztlich das Wesen von Content Marketing. Content Marketing liefert den passenden Content zur passenden Zeit für den potenziellen Neukunden in Abhängigkeit vom jeweiligen Stadium im Sales Cycle. Content Marketing ist bewährt und zuverlässig beim Generieren von mehr Leads und stärkerem Umsatzwachstum. Eine wichtige Konferenz zu diesem Thema ist die Content-Marketing Conference.

CRM

CRM – Customer Relationship Management Systeme sind typischerweise Systeme, die schon sehr lange ausschließlich als Cloud Lösung angeboten werden (z.Bsp. SalesForce). CRM Systeme sind Bestandteil der MarTech Infrastruktur und sollen als Sammelspeicher für alle Kundenzentrierten Interaktionen dienen. Zu Zeiten, an denen die Interaktionen aus Informationen zu Brief, Telefonat und vielleicht noch Email bestanden, war die Integration der Daten auch noch überschaubar. Heute kommt eine Unmenge an neuen Schnittstellen dazu. Das reicht von Analysedaten über Besuche der Interessenten auf der Website, über Rückmeldungen zu Downloads bis hin zu Nutzungsanalysen von Videos. Vidyard ist ein Video-Lösungsanbieter, die Nutzungsanalysen (Bsp. Welcher Interessent hat welches Video, wie lange und wie oft angeschaut) automatisch in die Salesforce-Profile eines Interessenten übergeben kann. Ein Vertriebsmitarbeiter geht damit viel besser informiert in das Kundengespräch.

Community

Unter Community verstehen wir im Zusammenhang mit MarTech die Summe aller sozialen Kontakte, die eine Person oder Unternehmen aufgebaut hat. Die Betreuung der Community wird durch spezielle MarTech Tools unterstützt. Die Überwachung von Rückmeldungen aus der Community ist ein wichtiger Bestandteil, um frühzeitig negative Äußerungen zu erkennen und ggfs. einen „Shitstorm“ zu vermeiden. Die Bedeutung der Community kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn die jüngste Generation der Internetbenutzer googelt einen Suchbegriff nicht mehr, sondern sie befragt ihre Community nach der Meinung zu einem Produkt. Für MarTech Überlegungen bedeutet dass, das die Bedeutung von SEO Maßnahmen sich dramatisch verändern wird.

Customer Journey / Consumer Decision Journey

Die Customer Journey beschreibt alle Schritte, die ein Kunde/Interessent nimmt, wenn er sich für ein Produkt/Dienstleistung interessiert und entscheidet. Dabei sind nicht nur die Punkte gemeint, die auf der Website des Anbieters passieren, sondern auch alle Kontaktpunkte davor und danach. Landläufig gehen viele Website-Betreiber davon aus, dass ein Besucher auf ihrer Internetseite erst anfängt sich für ein Thema zu interessieren. Tatsächlich geht man heute aber dann aus, dass ein großer Teil (bis zu 60%) der Kaufentscheidung bereits getroffen ist, wenn der Besucher auf die Website des Anbieters kommt. Die Customer Journey ist als bereits zu einem großen Teil vorbei und konnte nicht durch den Anbieter begleitet und beeinflusst werden. In der Planung der MarTech Infrastruktur ist die Customer Journey eine wichtige Planungsgrundlage, denn die Beobachtung und Einschätzung eines Interessenten ist eine wesentliche Grundlage für den Marketing-Erfolg.

Eine Customer Journey wird mit speziellen Mapping-Tools erarbeitet und dokumentiert. Fast jedes Marketing Automation Tool bietet eine eigene Version eines Tools, aber oft nur mit eingeschränkten, nicht dynamischen Funktionsumfang. Suitecx bietet ein ausgefeiltes Werkzeug, um Zusammenhänge auch dynamisch zu ändern und zu bearbeiten (Review: „suitecx Offers Industrial-Strength Customer Journey Maps and More„)

Cross Channel oder auch Multi-Channel

Die Customer Journey eines Kunden ist oft nicht auf online Kontaktpunkte beschränkt. Oftmals informiert sich ein Interessent im Ladengeschäft und bestellt dann online, oder möchte seine online bestellte Ware im Ladengeschäft retournieren. Die Herausforderung im Cross-Channel Marketing besteht darin, das Kundenerlebnis transparent zwischen online und offline weiterzuführen. Idealerweise also den Auto-Interessenten aus dem Beispiel in der Customer Journey, der sich online bereits sein Lieblingsmodell im Konfigurator zusammen gestellt hat, bei dem Besuch im Autohaus wieder zu erkennen. Cross Channel Marketing Projekte sind derzeit ein komplexes MarTech Thema und lösen ganz unterschiedliche Reaktionen in der Handelsstrategie aus: Bsp „Wo auch immer Sie shoppen, Ihre Bestellung wartet in Ihrer nächsten dm Filiale“ interpretieren manchen Kunden als „Deppen schleppen“.

Ecommerce

Ecommerce – auch als Online Handel bekannt. Unter Electronic Commerce versteht man die beiden großen Gruppen des B2C – Business to Consumer und des B2B – Business to Business Handels. Alle Möglichkeiten eines Unternehmens seine Produkte und Dienstleistungen online zum Verkauf oder zur Buchung anzubieten. Dabei kommen die unterschiedlichsten Zahlungssysteme (online als auch offline) zum Einsatz. In dem Aufbau der MarTech-Architektur nehmen die Ecommerce Systeme naturgemäß eine sehr zentrale Rolle ein. Die damit betrauten Abteilungen stellen zunehmend häufig die zentrale Nabe der MarTech-Architektur der Unternehmens dar. So könnte man bei Zalando am ehesten von einem großen Programmierteam mit angeschlossenem Handelshaus sprechen. Branchenexperten wie Jochen Krisch sehen die Zukunftschancen für Handelsunternehmen, die bis jetzt noch keine eigenen Erfahrungen gesammelt haben, zunehmend schwarz.

Email Marketing

Email Marketing – oder auch Newsletter Marketing – Die allermeisten Menschen, die wir sprechen, stöhnen über die Flut an Emails. Aber trotzdem hat noch kein anderes Medium, weder Facebook, Twitter oder Direct Messaging die Emails in ihrem Wirkungsgrad überholt. Und es könnte noch besser werden, denn die Möglichkeiten der Personalisierung sind mit modernen Marketing Automation Systemen besser denn jeh. Die FAZ notiert überrascht „Denn tatsächlich erlebt das so altmodisch und profan anmutende Medium des E-Mail-Newsletters gerade eine erstaunliche Renaissance.“

Inbound Marketing

Inbound Marketing spezialisiert sich auf Ihre Auffindbarkeit im Web für bestehende und zukünftige Kunden. Dies geschieht durch die Entwicklung von Sichtbarkeit für Suchmaschinen und in Social Networks. Diese Sichtbarkeit wird durch die Bereitstellung von Content erreicht, der für potenzielle Kunden einen Wert darstellt. Outbound Marketing beruht im Gegensatz dazu auf Werbeeinschaltungen und andere Formen der Sichtbarkeit, die den Kunden auf die eine oder andere Weise aufgedrängt wird.

Internet of Things

Das Internet der Dinge beschreibt den Trend, dass zunehmend mehr Endgeräte per Internet Protokoll zu erreichen sind. Das reicht vom Türschloss über den Kühlschrank oder die Glühbirne bis hin zum Fitnesstracker für den Hund (Ja, gibt es wirklich: „Voyce is the wellness monitor for dogs that makes wearables vividly relevant„) Die Idee basiert auf dem Gedanken, dass die Bequemlichkeit und die Effizienz durch eine optimierte, vernetzte Steuerung gesteigert werden kann (Stichwort: Smartphone als zentrales Steuergerät) Kritiker weisen zu Recht auf neue Risiken in der Absicherung der Geräte vor dem Zugriff durch Unbefugte hin.

Industrie 4.0

Umgangssprachlich betrachtet könnte man den Begriff als das Zusammenwachsen von Produktions- und IT-technologie verstehen. Der Marketingbegriff wurde anlässlich der Hannover Messe 2015 erstmals in der Öffentlichkeit bekannt und die Deutsche Telekom hat ihn in der Werbung für sich bereits vereinnahmt. Bei genauerem Hinsehen fällt dann auf, dass sich auch Institutionen wie die Fraunhofer Gesellschaft sehr profund mit dem Thema befassen und Grundlagenforschung und -Definitionen betreiben. Für die MarTech-Infrastruktur bedeutet das, dass bei der Planung der MarTech-Infrastruktur auch die Übergänge zu der Produktions-IT berücksichtigt werden müssen.

Landingpage

Eine Landingpage ist eine speziell eingerichtete Seite auf der Webpräsenz des Unternehmens, die eine Customer Journey, die ausserhalb der Website begonnen hat, logisch auf der Website fortzusetzen. Nehmen Sie als Beispiel eine Customer Journey in der Sie einen neuen Staubsauger kaufen wollen. Die informieren sich auf Blogs und Testportalen, haben sich für eine Technik entschieden (z.B. beutellose Zyklonentechnik) und googeln dann nach möglichen Anbietern. Ihnen fällt dabei eine Anzeige eines Anbieters (z.B. Rowenta) auf und Sie klicken auf die Anzeige. Wenn Sie jetzt auf der HomePage des Unternehmens landen würden, dann fühlen Sie sich wie an der Eingangstür des Kaufhauses („und wo ist jetzt bitte die Staubsaugerabteilung?“). Also ist es in Ihrer Customer Journey sinnvoll, den Besucher von der Anzeige direkt auf eine passende Aktionsseite zu dem Staubsauger zu leiten. Karl Kratz ist einer der führenden Experten zum Thema Landingpages.

Leads

Leads sind im engeren Sinne eigentlich nichts als eine „Spur“. Und doch werden Sie schon fast zum „heiligen Gral“, denn für moderne Marketiers hängt oft das Gehalt von der Anzahl an Leads ab. Also genauer: Leads sind Kontakte mit Interessenten, die deutlich ein Interesse an dem Angebot gezeigt haben und mit einem Minimum an Kontaktdaten qualifiziert sind. Das Interesse kann explizit (etwa durch eine Anfrage) oder implizit (z.B. durch Teilnahme an einem Webinar) registriert werden. Nach Übergabe des Leads an das Vertriebsteam folgt dann erst die nähere Qualifizierung des Kontaktes, z.B. nach den klassischen BANT Kriterien oder aktueller und neuer mit Ansätzen, die als zeitgemäßer eingeschätzt werden.

Marketing Automation

Kurzform „MA“ – MA beschreibt die Kombination von Software und Prozessen, um die Effizienz von Marketing in Digitalen Unternehmen zu erhöhen. Entlang einer sorgfältig ausgearbeiteten Customer Journey, mit sensibel definierten Personas ist es vorhersagbar, welche Schritte in der Interessentenbetreuung – und Entwicklung notwendig sein werden. Simples Beispiel aus einem Wein-Shop: Es ist wirklich nicht überraschend, dass ein Interessent, der den „Modernen Performern“ zuzurechnen ist, und erst an einem Webinar teilgenommen hat und dann sich minutenlang auf den Produkt-Seiten mit altem Bordeaux beschäftigt hat, wahrscheinlich deutlich positiver auf ein Email Marketing reagieren wird, als der Durchschnitt. MA Systeme erlauben die Automatisierung von der Betreuung von Kontakten durch sehr starke Personalisierung. MA-Projekte gelten als aufwändig und komplex, denn sie betreffen die ganz grundsätzliche Marketingstrategie des Unternehmens. Sie sind der Grund, warum Experten die These aufstellen, dass es am besten wäre, wenn Marketing Technologie im Mittelpunkt stünde, und alles andere darum herum organisiert werden würde „Der technische Anspruch dürfte […] nur erfüllbar sein, wenn das Gremium (Anm.: der Vorstand) IT und ggf. auch Personal in den Mittelpunkt der Wertschöpfung stellt.“

Marketing Technologie

Kurzform „MarTech“ – Ist die Summe aller Software (und selten Hardware-) Komponenten, die im Bereich Marketing zum Einsatz kommen. Das Team um Scott Brinker haben in ihrer aktuellen Übersicht fast 2.000 Produkte gezählt.  Nun ist ein Sammelsurium an Produkten, die unkoordiniert zum Einsatz kommen, wenig zielführend. In der MarTech-Architektur bilden sich daher derzeit unterschiedliche Konzepte heraus, die alle zum Ziel haben, den Informationsfluss und den Wirkungsgrad der Teilkomponenten dadurch zu erhöhen, dass sie in ein „großes Ganzes“ eingefügt werden. Für Zalando ist dies z.B. das „ZeOS“, das Zalando eCommerce Operating System  (Slideshare Präsentation und Unternehmensdarstellung), das mittlerweile von mehr als 700 Mitarbeitern betreut wird.

MarTech-Architektur

In der MarTech-Architektur werden 4 grundsätzlich unterschiedliche Ansätze unterschieden: Integrierte Software Suite, Einzel-Platform Ansatz, Multi-Plattform Ansatz und Bus-Architektur. Quelle: „4 topologies of integrated marketing technology stacks„)  Jede dieser Ansätze an ihre Vorteile und es gibt derzeit keine einzig „richtige“ Antwort. Für die Marketingstrategie und die -Budgetplanung hat die Arbeit an der Architektur potentiell enorme Auswirkungen. Meine Kernleistung besteht darin, Unternehmen bei der Planung und Umsetzung der MarTech-Architektur zu begleiten.

Mobile Marketing

Unter Mobile Marketing verstehen wir alle Marketing-Maßnahmen, die insbesondere auf Mobile Endgeräte ausgerichtet sind. Dabei ist die Anpassung des Layouts und Design an die speziellen Bildschirmgrößen („responsive Webdesign“) nur die allererste Pflichtübung. Brian Solis, einer der einflussreichsten Digitalanalysten, geht inzwischen über den „mobile first“ Ansatz hinaus und fordert über „mobile only“ nachzudenken. Denn neue Endgeräte wie die Apple Watch oder ein Virtual Reality System bietet ganz neue Möglichkeiten und Herausforderungen. Die Integration von spezialisierten Mobile Marketing Systemen in die MarTech-Architektur ist ganz besonders wichtig, da der Wirkungsgrad von Werbemaßnahmen und die Analyse der Customer Journey auch auf mobilen Endgeräten erfolgen muss.

Online Kompetenz oder Digitale Kompetenz

Das Wissen um die Art und Weise wie die digitale Transformation unsere Gesellschaft und das Konsumverhalten verändert und wie Unternehmen und jeder Einzelne dem Wandel begegnen können, um wettbewerbsfähig, kreativ und agil zu bleiben. Für ein Unternehmen geht es also nicht so wehr um die Frage, zu welcher Tageszeit ein Post auf Facebook am wirkungsvollsten ist, sondern um die zentrale Frage, wie das Unternehmen sich an die Wünsche der modernen Verbraucher anpasst. Der Aufbau dieser Kompetenz ist ein länger andauernder Prozess, der (fast) alle Teile der Unternehmens betrifft und v.a. auch in der Unternehmensleitung begriffen werden muss. Es kann sinnvoll sein, Intensivseminare zu besuchen und auch sich Managementberater wie z.B. mich und mein Team dazu zu holen.

Online Marketing

Online Marketing Kampagnen bestehen meist aus einer Kombination aus bezahlter Werbung auf Webseiten (Advertising), aus Email Marketing und aus Landingpages. Eine Online Marketing Kampagne ist entlang der Customer Journey ausgerichtet und in der Kommunikation klar auf eine Gruppe von Personas fokussiert. Da die Budgets für Advertising Maßnahmen sehr substantiell sein können, werden für die Steuerung und Optimierung der Kampagne spezialisierte Softwaremodule eingesetzt.

Personalisierung

In der heutigen Form der Personalisierung geht es um einen weit höheren Grad an persönlicher Ansprache, als die Ansteuerung eines Serienbriefs mit Namenfeldern, oder die Darstellung von cross-selling Produkten („andere Kunden, die X gekauft haben, haben auch Y gekauft“). Adobe beschreibt ein Beispiel, in dem L’Occitane Kunden und Interessenten die Möglichkeit gegeben wird, Beauty-Profile anzulegen und damit immer genauer auf sie abgestimmte Informationen und Angebote zu erhalten. Dies folgt dem Gedanken, dass Werbung tendentiell als unangenehm wahrgenommen wird, wenn sie als thematisch oder zeitlich unpassend empfunden wird. Personalisierte Sonderangebote können erfolgreich sein, da sie punktgenau und ohne Streuverluste ausgesteuert werden. Personalisierte Werbung basiert auf einer komplexer MarTech Architektur.

Podcasts

Der Begriff Podcasts ist als Kunstwort aus den Begriffen „Broadcast“ und „iPod“ zusammengesetzt. Es geht um die automatische Übermittlung von meist gesprochenen Sendungen an mobile Endgeräte (früher iPod). Häufig geht es bei Podcasts um Interviews oder andere Textbeiträge, die im Sinne eines Fachartikels zum nachhören genutzt werden. Podcasts können sehr einfach über z.B. iTunes abonniert und verwaltet werden. In der Aussenkommunikation setzen Unternehmen Podcasts für die nachhaltige Kommunikation mit Interessenten und Kunden ein, um das Interesse am Unternehmen und seinen Produkte auf- und auszubauen (das sog. „lead nurturing“). Damit sind Podcasts Bestandteil des Content Marketing und sollte mit passenden Systemen ebenfalls in die Marketing Controlling Maßnahmen zur Werbewirkungskontrolle eingebunden sein.

Reviews

Kundenbewertungen sind in manchen Branchen das wichtigste Erfolgskriterium überhaupt geworden. Oftmals rangieren Kundenbewertung in den Kriterien für Kaufentscheidungen sogar noch vor dem Preis. Daher spielt die Software mit der Kundenbewertungen eingefordert und überwacht werden, eine wichtige Rolle in der MarTech-Infrastruktur.

SEO

Das Thema Search-Engine-Optimization oder Suchmaschinen-Optimierung wird von einigen Anbietern schon fast wie eine Mischung aus Voodoo und Zauberkunst präsentiert. Das Ziel von jedem Akteur im Web ist immer mit seinem Angebot zu einer Suchanfrage möglichst weit vorne, idealerweise auf Seite 1 zu landen. Aber die Kriterien welche Seiten von der Suchmaschine ausgewählt werden, um sie auf der Seite 1 zu zeigen, sind allerdings nicht veröffentlicht und unterliegen einem gewissen Maß an Spekulation. Als Gedankenmodell ist es sinnvoll, sich in die Lage von z.B. Google zu versetzen, denn auch die Suchmaschine muss sich bei dem Benutzer immer wieder neu beweisen, dass sie möglichst schnell möglichst gut geeignete Suchergebnisse liefert. Also setzt Google die Suchanfrage in einen Kontext, um zu verstehen, ob es sich bei dem gesuchten Wort „Golf“ um den Sport, das Auto oder die Meeresströmung handelt. Und genau das sollten Sie mit Ihrem Informationsangebot auf Ihren Internetseiten ebenfalls tun.

Die jüngste Generation der Internetbenutzer (sog. ‚Millenials‘) überspringt die Suchmaschinen inzwischen komplett. Sie hört sich in ihrer Community nach dem ‚angesagten‘ Ergebnis um, und folgt Reviews und Empfehlungen aus dem eigenen Freundeskreis. Das gilt sowohl für Produkte, als auch für die politische Meinungsbildung („Millennials rely on Facebook for politics news“)

Damit wird die sich SEO Arbeit in naher Zukunft wieder dramatisch ändern. (siehe auch „Brian Solis zur Zukunft des Marketings„) In der MarTech-Architektur stellt die SEO Software einen erheblichen, wichtigen Baustein dar.

Scoring

Scoring – beschreibt in der Marketingautomation-Welt alle Maßnahmen, um den „Wert“ eines Interessenten einzuschätzen. Der Wert bemisst sich aus der Wahrscheinlichkeit, dass die Betreuung eines Interessenten auch zu einem Verkaufserfolg führt. Im Grunde genommen bilden Scoring-Algorythmen nichts anderes ab, als die Beobachtung eines Interessenten auf seinem Weg z.B. durch eine Autoausstellung. Geht ein Interessent vom Eingang zielstrebig zum Cabrio und nach 3 Minuten direkt zu Katalog und Preisliste, wird wohl jeder guter Verkäufer eine deutliches Interesse ablesen. Scoring-Modelle in MA Systemen weisen dem Datensatz des Besuchers in jeder Stufe eine Anzahl Punkte zu, je nach Intensität (Dauer und Häufigkeit) der Interaktion. Diese Scoring-Einschätzung kann dann als Grundlage für Email Marketing („Kaufen Sie Ihr Cabrio jetzt mit Preisvorteil“) oder die Gewichtung von Leads genutzt werden.

Video Marketing

Seit relativ kurzer Zeit spielt die Größe von angebotenen Medienelementen einer immer untergeordnete Rolle. Die verfügbare Bandbreite ist auch im mobilen Bereich groß genug, dass auch umfangreiche Videos gerne am mobilen Endgerät gesehen wird. Daher werden Videos zunehmend häufig im Content Marketing eingesetzt, um Inhalte an Interessenten und Kunden zu kommunizieren. Auch in der B2B Lead Generierung werden interaktive Videos von 91% der B2B Kunden bevorzugt. Videos sind heutzutage weit mehr als einfache Filmchen, die auf YouTube gestellt werden. Video-Server werden in der MarTech-Infrastruktur so eingebunden, das Videos mit Formularen, interaktiven Elementen zum anklicken und variablen Untertiteln ergänzt werden. Und die Erfolgskontrolle passiert durch eine Rückmeldung an Marketing Automation System oder direkt an die Leads Verwaltung in dem CRM.

Virtual Reality (z.B. Oculus Rift)

VR Systeme gehören für Marketiers im Moment bestimmt noch in die Kategorie der leading-edge Technologien, die mit Experimenten ausgelotet und betrachtet werden müssen. Vor ein paar Jahren waren online Welten schon einmal ein Vermarktungsthema in der Brands sich ihren Platz sichern wollten. („Second life“ von Linden Labs). Aber aktuelle neuere Systeme erscheinen jetzt auf dem Markt, die die Nutzererfahrung mit Online Welten dramatisch verändern werden: Dies ist Oculus Rift, oder auch Microsoft HoloLens. Allen Vordenkern in den Reihen der Marketingstrategen unter meinen Lesern empfehle ich darüber hinaus den SF Roman „Snowcrash“, von Neal Stephenson, der schon 1992 Konzepte beschrieben hat, wie Menschen sich in Online Welten bewegen werden („to goggle in“).

Web Content Management

Das WCM System (z.B, Joomla, WordPress, Typo3) spielt in der MarTech-Architektur DIE zentrale Rolle überhaupt. Rund um das WCM bildet sich ein Ökosystem an Software und Tools, die die Steuerung der öffentlich sichtbaren Unternehmenssseiten übernimmt. WCM Systeme werden oft auch als Backbone Plattform bezeichnet, weil sie die Basis und Grundlage für eine Vielzahl an Vertriebs- und Marketingaufgaben übernehmen.

Webinar

Ein Webinar ist die Internetversion eines Folienvortrags, könnte man etwas spöttisch erklären. Und tatsächlich verwenden viele Unternehmen Webinare zur Schulung und Präsentation ihrer Inhalte an Interessenten und Kunden. Die Durchführung von Webinaren wird von speziellen Cloud-Services angeboten, da es nicht ganz banal ist potentiell 100-te von Teilnehmer gleichzeitig mit Bild und Ton zu versorgen und interaktive Funktionen wie Chat anzubieten. Eine kurze Übersicht von Anbietern finden Sie hier. Webinare eignen sich als Content Element sowohl wenn Interessenten sich in der Such- und Vergleichsphase befinden, als auch für bestehende Kunden, um sie in der sog. onboarding Phase mit Tipps und Tricks für die optimale Nutzung der bereits gekauften Lösung zu versorgen.

Wer schon mal einen Blogbeitrag geschrieben hat kennt es. Man bemüht sich, steckt sein Herzblut in einen Post, veröffentlicht ihn und dann? Sie sind enttäuscht, weil viel weniger Leute als gedacht Ihren Beitrag lesen. Ich zeige Ihnen heute drei Tricks damit mehr Besucher zu Lesern werden.

Trick 1 ist einfach: Erschlagen Sie niemanden!

Schreiben Sie Ihren Blog in einer schmalen Spalte. Lassen Sie also rechts und links von Ihrem Text leeren Raum. Die Designer nennen das Weißraum. So lenken Sie den Fokus auf das eigentlich Wichtige – die Botschaft Ihres Texts.

Ihr Text wirkt organisiert und Sie stellen sicher, dass man ihn auch auf mobilen Geräten gut lesen kann.

Außerdem sollten Sie immer die 25-3-Regel beachten. Klingt kompliziert, ist aber ganz simpel. Ein Absatz sollte nie mehr als drei Sätze haben. Und ein Satz darf nicht mehr als 25 Wörter beherbergen.

Wieso?

Weiterlesen