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Warum Blogs 2020 relevanter sind denn je

Warum Blogs 2020 relevanter sind denn je

Von Heidi Schmitt

Heidi Schmitt ist Werbetexterin, Fachwirtin Online Marketing und seit 2007 leidenschaftliche Bloggerin. In den letzten acht Jahren hat sie für zahlreiche große und kleine Unternehmen gebloggt, darunter die Deutsche Post und die Otto Group.

Dieses Jahr stellt nahezu jedes Unternehmen vor besondere Herausforderungen. Welches Marketingbudget vorhanden ist und wie es jetzt optimal eingesetzt werden kann, ist dabei eine wichtige Frage. Ich will Ihren Blick auf ein häufig unterschätztes Medium lenken, was gerade jetzt viel für Sie tun kann: den Blog.

Seit über zwanzig Jahren begleiten uns Blogs als allgegenwärtiges Netzphänomen. Und wir wissen längst: Bloggen ist keine kurzfristige Welle, es wird vorerst bleiben. Das gilt auch für Corporate Blogs und alle, hinter denen eine Marke oder ein Unternehmen steht. Dennoch gibt es noch immer Marketingverantwortliche, die Blogs für ein „Nice to have“ halten, etwas, was man zusätzlich tun kann. Damit unterschätzen sie das Potential gewaltig. Denn Blogs decken die wichtigsten Anforderungen an modernes Marketing auf einmal ab. Das ist etwas, das keine andere Maßnahme schafft – schon gar nicht mit einem vergleichbaren Einsatz an Mitteln. Lesen Sie hier, warum das so ist.

Was muss Marketing heute leisten?

Wer heute sein Budget klug einsetzen will, denkt vor allem über drei Punkte nach:

  1. Die Basis der Maßnahmen ist noch immer eine durchdachte Positionierung, ein Image, das in die Welt getragen werden muss (Abgrenzung vom Wettbewerb)
  2. Ohne Google geht es nicht: Wir brauchen Sichtbarkeit über die Suchmaschine (Präsenz & Klicks)
  3. Notwendig sind außerdem teilbare Inhalte für die Sozialen Medien (Reichweite & Engagement)

Man könnte nun die Gießkanne nehmen und alle Kanäle irgendwie bespielen – Print, Google Ads, Facebook- und Influencer-Marketing, um nur einige Möglichkeiten aufzuzählen. Doch ist das wirklich sinnvoll? Eine gute Grundlage lässt sich weitaus einfacher und effizienter legen. Denn Blogs zahlen auf alle der genannten drei Punkte auf einmal ein und bringen darüber hinaus einen wichtigen Vorteil.

Wichtiger denn je: Ihre Unabhängigkeit

Ganz gleich, welchen der genannten Maßnahmen im Netz Sie derzeit den Vorzug geben: Sie sind immer abhängig. Denn alles, was Sie tun, findet auf Webseiten, Medien und Plattformen statt, die nicht Ihre sind. Sie haben keinen Einfluss auf das Umfeld, in dem Sie erscheinen, nicht auf die Algorithmen und damit auch nur begrenzt auf die Sichtbarkeit. Sie wissen nicht, in welche Skandale Ihre bevorzugte Plattform morgen verwickelt sein wird, ob ein Hacker- oder Spam-Problem auf Sie zu kommt, was sich Ihrem Einfluss gänzlich entzieht – und was Ihre mühsam aufgebaute Community dazu bringen könnte, sich abzuwenden.

Content-Marketing, das sich auf Sozialen Plattformen abspielt, ist immer mit Abhängigkeit, Kontrollverlust und Kurzlebigkeit verbunden. Ihr Content wird kurz angezeigt, um danach für immer zu verschwinden. Hinzu kommt eine intensive Einarbeitungszeit für Tools (z.B. den FB-Werbeanzeigenmanager). Kontinuierlicher Content auf der eigenen Webseite bedeutet hingegen ein Maximum an Unabhängigkeit, Kontrolle, Nachhaltigkeit und Effizienz. (Kontrolle bedeutet unter anderem auch: Kontrolle über die Daten und das Tracking.)

Blogs vs. Social Media

Die vielfach unterschätzten Blogs schneiden im Vergleich wichtiger Aspekte sehr gut ab.

Evergreen Content: der Schlüssel zu mehr Effizienz

Nicht nur Werbetreibende, auch die Nutzer beklagen die Flüchtigkeit von Content. News-Streams rauschen an uns vorbei, was heute mit viel Aufwand dafür produziert wurde, ist morgen schon vergessen. Mit Blogs haben Sie die Möglichkeit, Ihre Webseite zu einem Kompetenz-Hub zu machen, das immer wieder angesteuert wird. Denn der Content verschwindet nicht – im Gegenteil: Er lässt sich immer wieder mit wenigen Handgriffen updaten und neu teilen. Mancher Evergreen-Content arbeitet über Jahre hinweg für Sie! Auch in innovativen Branchen lassen sich Themen finden, die lange Bestand haben und die die Nutzer schätzen. So schaffen Sie vielgelesene Klassiker, sorgen bereits mit wenigen Blogposts für ein beständiges Grundrauschen auf Ihrer Webseite, für mehr Bekanntheit – und am Ende auch für zahlende Kunden.

Wichtiger Unterschied: Sie gehen nicht ins Restaurant, Sie laden Ihre Gäste nach Hause ein. Sie bestimmen die Beleuchtung, die Musik und können sicher gehen, dass am Nebentisch niemand beginnt, alte Soldatenlieder zu singen. Und natürlich wissen Sie auch, mit welchen Zutaten gekocht wurde. Wo wird man wohl die persönlichere und verbindlichere Atmosphäre schaffen können?

Haben wir überhaupt genügend Themen? Warum die Antwort immer „ja“ lautet.

„So oft launchen wir doch gar keine neuen Produkte, über die wir berichten könnten!“ Wenn Sie so denken, ist Ihr Blick noch nicht weit genug. Machen Sie sich immer bewusst: Es ist Ihr Blog. Niemand schreibt Ihnen vor, was dort erscheinen soll.

Sie können dort alles machen:

  • Aufklären,
  • Wissen vermitteln,
  • unterhalten,
  • helfen,
  • Einblicke in Ihr Unternehmen geben,
  • Ihr Image als Arbeitgeber schärfen,
  • Crowdfunding betreiben,
  • Kundenfeedback einholen,
  • Produkte erklären,
  • die Produktentwicklung begleiten,
  • Case Studys veröffentlichen,
  • Messeaktivitäten zeigen,
  • Veranstaltungen ankündigen,
  • Partner vorstellen,
  • Ihre Historie aufbereiten,
  • Krisenmanagement betreiben
  • oder werben (ja, auch das!).

Und damit ist die Liste keineswegs vollständig.

Besondere Herausforderung: die Krisenkommunikation

Im Frühjahr 2020 sehen wir, wie wichtig zeitnahe Kommunikation mit Kunden und Interessenten ist. Ein Blog ist in der Lage, Nähe herzustellen, auch wenn wir gerade im realen Leben Distanz halten müssen. Die Bereitstellung von fundierter Information wird zum Schlüssel für nachhaltiges Vertrauen. Das gilt im B2B-Bereich genauso, wie in der Kommunikation mit Endkunden. In Krisen wissen die Menschen Kontinuität und Zuverlässigkeit besonders zu schätzen. Ein Blog hilft Ihnen somit nicht nur, kurzfristig mit Ihren Kunden zu kommunizieren, sondern sie auch langfristig zu loyalen Lesern zu machen, die sich gern an Ihre Marke binden.

Kommunikation mit Blogs: Schnell und an der richtigen Stelle sichtbar.

Alles, was Sie zum Start brauchen, ist ein guter Redaktionsplan, der Ihnen zeigt, was wann dran ist. Flexibilität ist natürlich jederzeit möglich. Eine Technologie, die Sie verwenden, gerät in die Diskussion? Zeigen Sie Ihren Standpunkt und schaffen Sie Vertrauen. Angenommen, Sie verkaufen Produkte aus Merinowolle und ein TV-Magazin zeigt tierschutzrelevante Praktiken bei der Gewinnung von Wolle. Jetzt wäre es gut, schnell zu reagieren, zu zeigen, warum man Ihre Produkte unbesorgt kaufen kann. Sie können natürlich zwei Sätze auf Facebook posten, die im Zweifelsfall eine begrenzte Reichweite erlangen. Sie können aber auch einen SEO-optimierten Artikel in Ihrem Blog dazu platzieren, der genau denjenigen angezeigt wird, die besorgt nach dem Thema googeln. Erkennen Sie den Unterschied?

Auf die Dauer hilft nur Power: Achten Sie auf Qualität.

Zwei Dinge sind allerdings unerlässlich, wenn Sie sich dazu entschließen, einen Blog zu starten: Kontinuität und Qualität. Es ist nicht damit getan, alle paar Wochen einen Beitrag abzusetzen. Und die Inhalte sollten nicht nur wohl überlegt, sondern auch angenehm verpackt sein. In der Regel ist es schwer, die notwendige redaktionelle Arbeit kontinuierlich mit Inhouse-Ressourcen zu leisten. Denn dazu braucht es redaktionelle Erfahrung, vertieftes SEO-Wissen, gute Text-Skills und vor allem: Zeit. Das Netz ist voll mit enthusiastisch gestarteten Blogs, die nach wenigen Beiträgen einen unnötig frühen Tod erlitten haben.

Es ist dabei nicht wichtig, mehrmals in der Woche irgendetwas dahinzuwerfen, damit mal wieder etwas Neues erscheint. Qualität geht immer vor Quantität. Aber gerade die braucht Muße und das besagte Know how. Das beste Ergebnis lässt sich erzielen, wenn Sie sich bei Ihrem Blog-Projekt von Profis begleiten lassen und unseren Blog-Writing-Service in Anspruch nehmen. Damit geben Sie nicht alles aus der Hand, im Gegenteil.

Sie gestalten Ihren Blog nach Ihren Vorstellungen. Als erfahrene Experten stellen wir Ihnen nur alles zur Verfügung, was Sie brauchen: Wissen, Ideen und die richtigen Worte.

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Kategorien: Produktion

Erstellt am: 12. März 2020

Aktualisiert am 17. September 2020

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