‭+49 69 989727560‬ [email protected]

In den letzten Wochen werden mehr und mehr Consent-Tools implementiert. Aber so ein einfaches klick-and-go ist dieses Thema nicht. Denn der Consent-Banner kann nicht nur Einfluss auf Webanalyse und Conversion-Tracking haben, sondern auch auf das Funktionieren der Website selbst!

Viele Besucher lehnen Cookies ab. Die gemessenen Daten (insbesondere in Google Analytics und beim Conversion-Tracking) gehen unter.

Also ist ein gut geplante und sorgfältige Vorgehensweise mit einer Bestandsaufnahme, sauberer Planung und dann viele und intensive Tests unerlässlich.

Dieses Interview ist entstanden als Ergänzung meiner Auswahl von Consent Management Tools und zur Unterstützung bei der Einführung.

Meine Gesprächspartner

Jan Winkler ist Gründer und CEO von Consentmanager.net, einem der führenden Consent Management Systemen in Europa. Jan stellt seine Erfahrungen aus sehr vielen Projekten in Deutschland und anderen Ländern in Europa vor. Damit profitieren wir als Zuhörer durch Input aus funktional und regional sehr vielen Projekten.

Kernaussagen

CMP ist inzwischen ein Top Thema bei Marketing Verantwortlichen, Management und auch bei Datenschutzbeauftragten.

Die letzten Urteile von EU-GH und BGH konkretisieren nur die Grundlagen, die schon lange bekannt waren.

Der Einsatz von einem Consent-layer kann zu einem Verlust an Marketingdaten und zu einer Störung der User-Experience führen.

Es ist prinzipiell gut eine Liste aller Cookies zu zeigen, es ist rechtlich in Deutschland aber (noch) nicht notwendig.

Am wichtigsten ist es, den Anbieter zu nennen und ihn gut zu beschreiben.

Essentielle Cookies, wie Warenkorb, Payment und andere essentielle Funktionen, die sich aus dem Sinn der Website ergeben sind nicht zustimmungspflichtig.

Optimierung von Rechtssicherheit ist nicht kongruent mit einer Optimierung auf Nutzer-Akzeptanz. Das Risiko von schnellem Verlassen der Website ist groß, d.h. eine höhere Absprungrate. Unterschiedliche Geschäftsmodelle (z.B. Onlineshop vs. Zeitung) verfolgen u.U. unterschiedliche Ziele.

Die Möglichkeiten der Optimierung der Zustimmung mit gestalterischen Mitteln, wie Logo, Schrift und Farben darf nicht unterschätzt werden. Wenn der Consentlayer harmonisch zum Rest der Site passt, dann ist die Zustimmung größer.

Die Position und Größe des Layers macht einen großen Unterschied. In der Mitte i.d.R. eine hohe Akzeptanzrate und eine hohe Absprungrate. Oben oder unten i.d.R. eine niedrigere Akzeptanzrate aber auch eine niedrigere Absprungrate.

Die eigentlichen Texte in dem Layer sind aus Marketingsicht (für die Optimierung) nicht so entscheidend.

Auswahl-Checkboxen helfen bei der Akzeptanz.

Cookies haben eine Daseinsberechtigung. Die technische Umsetzung wird sich in Richtung local Storage wandeln.

Timeline

  • 0:00 Willkommen
  • 1:30 Warum bei bild.de noch kein Consent?
  • 4:00 Datenschutz-Risiko vs. Umsatzverlust-Risiko
  • 5:00 Einteilung des Consent Managers in Anbieter, Zwecke, Rechtsgrundlagen. Wie gehe ich vor?
  • 8:00 Abwägung von essentiellem Interesse oder zustimmungspflichtig
  • 12:00 Jeder Cookie muss genau betrachtet werden. Die Erwartungshaltung des Nutzers spielt eine wichtige Rolle.
  • 15:30 Gestaltung der Zustimmung, Optimierung, Gestaltung
  • 20:00 Stellschrauben durch A/B Testing optimieren
  • 23:00 Beschriftung des Buttons, Checkboxen
  • 24:00 Lufthansa als positives Beispiel
  • 26:30 Cookies als Auslaufmodell?
  • 28:10 Die Werbebranche wird sich deutlich gesetzeskonformer Verhalten. Google als Vorreiter.
  • 31:00 Abschließender Impuls: Haltung zeigen zum Thema Datenschutz.

Weiterführende Links